Woody Allen: Seine Tochter rechnete mit Gegenwind

Dylan Farrow hatte Gegenreaktionen erwartet, als sie ihren Adoptivvater Woody Allen des Missbrauchs anklagte

Dylan Farrow, 28,, die Tochter von Woody Allen, 78,, hatte mit einer "Schmierkampagne" gegen sie gerechnet.

Die Adoptivtochter des Regisseurs ("Midnight in Paris") und seiner ehemaligen Lebensgefährtin Mia Farrow (68, "Hannah und ihre Schwestern") hatte in der "New York Times" in einem offenen Brief behauptet, Allen hätte sie im Alter von sieben Jahren sexuell belästigt. Das explosive Schriftwerk veranlasste einige Leute, sie der Lüge zu bezichtigen, doch die junge Frau erklärte nun, dass sie auf diese "Gegenreaktion" vorbereitet gewesen sei. "Ich wusste, dass es Menschen geben würde, die sagen, ich wäre eine Lügnerin und das hier sei Teil irgendeiner Schmierkampagne - Teil einer bitteren Vendetta meiner Mutter", sagte sie dem Magazin "People", gab jedoch zu: "Ich realisierte nicht, dass es ein Verrat dieses Ausmaßes werden würde."

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Der Bruder des Starsprosses, Moses Farrow, 36,, hatte der Publikation diese Woche versichert, dass Allen seine Schwester "nicht belästigt hat". Dylan Farrow fühlt sich jedoch nicht nur von ihrem Bruder hintergangen, sondern ist ebenso erbost über die abschätzigen Reaktionen seitens der Öffentlichkeit. "Die Leute sagen, dass ich mich nicht wirklich erinnere, woran ich mich erinnere. Die Leute sagen, dass meine "böse Mutter" mich einer Gehirnwäsche unterzogen hätte, weil sie sich weigern zu glauben, dass mein kranker böser Vater mich jemals belästigen würde. Weil wir in dieser Gesellschaft leben, in der Schuldzuweisung an das Opfer und unentschuldbares Verhalten - dieses Tabu, Promis nicht anzuprangern, was auf Kosten der Opfer geht - akzeptiert und entschuldigt wird", klagte sie an.

Dylan Farrow glaubt, dass ihr Brief letztendlich dem Wohle der Gesellschaft dient, weil es Opfer sexuellen Missbrauchs dazu inspirieren könnte, ihr Schweigen zu brechen. "Ich hoffe, zumindest einer Person dort draußen zu helfen. Und deshalb habe ich den Mund aufgemacht", verteidigte sie sich.

Ihr Adoptivvater hat indes stets jegliches Fehlverhalten aufs Schärfste abgestritten. Sein Anwalt Elkan Abramowitz hatte sich diese Woche verteidigend vor seinen Mandanten gestellt. "Seine Reaktion ist eine überwältigende Traurigkeit, was mit Dylan passiert ist", sagte der Rechtsbeistand in der "Today Show". Außerdem erklärte der Anwalt, dass Dylan Farrow eine "Schachfigur" in der 20 Jahre zurückliegenden, verbitterten Trennung zwischen Mia Farrow und Woody Allen sei.

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