Woody Allen: Öffentliches Familiendrama

Woody Allen wies in der "New York Times", die Missbrauchsvorwürfe seiner Adoptivtochter Dylan zurück. Ihre öffentliche Antwort folgte umgehend

Woody Allen, 78, hat am Freitag (7. Februar) zu den öffentlichen Vorwürfe seiner Adoptivtochter Dylan Farrow, 28, erstmals selbst Stellung bezogen.

Der Filmemacher ("Manhattan") hatte in der vergangenen Woche bereits seinen Anwalt vorgeschickt, um sich gegen die Beschuldigungen zu wehren. Farrow hatte am vergangenen Wochenende in einem offenen Brief in der "New York Times" erneut behauptet, ihr Vater habe sie als Siebenjährige missbraucht. Woody Allen nutzte am Freitag nun dasselbe Medium, um darauf zu reagieren : "Ich habe Dylan selbstverständlich nicht missbraucht." Der Regisseur führte aus, dass seine Exfreundin Mia Farrow (68, "Rosemaries Baby") diese Idee in ihre damals kleine Tochter eingepflanzt habe. Die Darstellerin sei außer sich gewesen, da Allen zum damaligen Zeitpunkt eine Affäre zu ihrer damals 19-jährigen Adoptivtochter Soon-Yi Previn begann. Das Paar ist mittlerweile seit 16 Jahren verheiratet und hat zwei Adoptivtöchter.

Kim Kardashian

"Ich hatte Angst!"

Kim Kardashian
Kim Kardashian ist bekannt für ihren Po, im Urlaub auf den Bahamas zeigt sie sich ängstlich und in Sorge um ihr Markenzeichen.
©Gala

Für Allen ist klar, dass Mia Farrow die Schuldige sei und Dylan das Opfer. Die Missbrauchsvorwürfe wurden seinerzeit vor Gericht abgewiesen, Farrow bekam aber das alleinige Sorgerecht für ihre Kinder - sehr zum Kummer von Allen, dessen Kontakt zu seinem Nachwuchs deshalb abbrach: "Mein Herz war gebrochen …. Ich habe sie nie wieder gesehen und konnte auch nicht mit ihr sprechen, obwohl ich es sehr versucht habe. Ich liebe sie immer noch sehr und fühlte mich schuldig, dass meine Liebe zu Soon-Yi dazu führte, dass sie als Schachfigur in einem Rachefeldzug benutzt wurde."

Der Filmemacher äußerte zudem die Hoffnung auf Versöhnung: "Ich liebe sie und hoffe, dass sie eines Tages begreift, wie sehr sie betrogen wurde, einen liebevollen Vater zu haben und von einer Mutter ausgenutzt wurde, die mehr an ihrer eigenen Wut interessiert war als an das Wohlergehen ihrer Tochter." Allens Adoptivsohn Moses Farrow, 36, nahm seinen Vater diese Woche in Schutz und erklärte in einem Interview mit "People", dass sein Vater seine Schwester nicht missbraucht habe. "Dass ihr eingetrichtert wurde, ihren Vater zu hassen und sie glauben ließ, er habe sie missbraucht, hat diese wunderbare junge Frau psychologisch bereits sehr mitgenommen. Soon-Yi und ich hoffen, dass sie eines Tages verstehen wird, wer sie hier zu einem Opfer gemacht hat und und dass sie, wie Moses auch, irgendwann wieder zu uns zurückfindet", schrieb Woody Allen.

Es dauerte nur wenige Stunden, bis Dylan Farrow sich wiederum zu Wort meldete. Gegenüber "The Hollywood"-Reporter wies sie Allens Aussagen erneut als Lügen zurück. Eine weitere Reaktion von Woody Allen ist indes aber nicht zu erwarten. Er schloss seinen Text in der "New York Times" mit den Worten: "Dies wird mein letztes Wort in dieser Angelegenheit sein und niemand wird in meinem Namen zu weiteren Kommentaren, egal von welcher Seite, Stellung nehmen. Es wurden bereits genug Personen verletzt."

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