Winona Ryder: Selektives Vergessen ist weit verbreitet

Schauspielerin Winona Ryder ist der Meinung, dass es im Leben eines jeden Menschen etwas gibt, das er - bewusst oder unbewusst - beiseite geschoben hat.

Winona Ryder

(41) glaubt, dass Verdrängung "machtvoll" ist.

In ihrem neuen Film 'The Iceman' spielt die Künstlerin ('Edward mit den Scherenhänden') die Ehefrau Barbara Kuklinski, die ganz offensichtlich nicht mitbekommen will, dass ihr Mann Richard nicht etwa ein Geschäftsmann, sondern ein Auftragsmörder ist. "Ich denke nicht, dass sie es nicht wahrnimmt. Ich denke, sie verleugnet es schlichtweg", analysierte Ryder ihren Filmcharakter im Gespräch mit dem 'People'-Magazin. "Sie mag ihr Leben, wie es ist, und stellt nicht die Fragen, die sie stellen sollte." Diese Art von Verleugnen sei allerdings kein Phänomen, das der Film erst erfunden hat. Winona Ryder ist sich sicher, dass sie zum Alltag jedes Menschen gehört: "Wir haben doch alle Sachen, an die wir lieber nicht denken. Oder Dinge, an die wir uns im Nachhinein anders erinnern oder die wir einfach verdrängen." Die richtigen Fragen zu stellen, ist oft nicht so einfach, wie es klingt. Das sei auch im Fall von Barbara Kuklinski so: "Ihren Instinkten zu trauen, würde bedeuten, ihr Leben über den Haufen zu schmeissen", verdeutlichte die Schauspielerin. "Sie ist ein faszinierender Charakter, sehr vieldeutig. Wir werden die Wahrheit nie erfahren - Verdrängung ist machtvoll."

Die Schöne stand für 'The Iceman' unter anderem mit (38, 'Jonah Hex') vor der Kamera, der sie jüngst als "Legende" bezeichnete. Auf diese Aussage angesprochen, gab sich Winona Ryder zurückhaltend: "Ich denke, dass es manchmal gar nicht gesund ist, solche Dinge zu hören. Gleichzeitig ist es natürlich immer schön, ein Kompliment zu bekommen."

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