Wade Robson: Gehirnwäsche durch Michael Jackson

Der Choreograf Wade Robson erklärte in einem Interview, dass Michael Jackson ihn einer Gehirnwäsche unterzogen habe und er deshalb aussagte, er sei von dem Sänger nicht sexuell missbraucht worden.

Wade Robson (32) beharrt weiterhin darauf, dass er als Kind von Michael Jackson (†50) missbraucht worden sei.

Der Choreograf verklagt die Erben des verstorbenen Sängers ('Thriller'), weil er angeblich im Alter von sieben bis 14 Jahren von dem Amerikaner mehrfach sexuell berührt worden sei, als er bei ihm auf der Neverland Ranch übernachtet habe. Der Tanzprofi hatte 2005 im Prozess gegen Jackson wegen Kindesmissbrauchs für den King of Pop ausgesagt und damals erklärt, der Star habe ihn nie angefasst. Das ist auch der Grund, warum der Jackson-Clan wütend auf die neuen Anschuldigungen reagiert.

"Pretty Little Liars"-Star Shay Mitchell

Ihr Mutterglück kennt keine Grenzen

Shay Mitchell
Shay Mitchell zeigt erstmals ihr kleines Mädchen und verrät sogar seinen Namen.
©Gala

Es gab Berichte, Wade Robson habe unter unterdrückten Erinnerungen gelitten und sei deshalb erst jetzt mit der Klage an die Öffentlichkeit getreten. Aber dem widersprach er in der amerikanischen 'Today Show': "Das ist kein Fall von unterdrückten Erinnerungen. Ich habe nie vergessen, was Michael mit mir gemacht hat, aber ich war psychisch und emotional nicht gewillt, dies als sexuellen Missbrauch zu sehen. Er vollzog sexuelle Handlungen mit mir und zwang mich dazu, sexuelle Handlungen an ihm zu vollziehen", klagte Robson an und fügte hinzu, warum er im Prozess damals anders ausgesagt habe. Er sei massiv unter Druck gesetzt worden: "Es war eine komplette Manipulation und Gehirnwäsche. Er hat Rollenspiele mit mir gemacht, um mich damals auf den Prozess vorzubereiten."

Michael Jackson war schon 1993 wegen Kindesmissbrauchs angeklagt worden, aber der Fall wurde außergerichtlich beigelegt. Robson behauptet, dass der Musiker zu der Zeit in ständigem Kontakt mit ihm stand und ihm sagte, "dass wir beide für den Rest unseres Lebens im Gefängnis landen könnten."

Robson beschrieb auch seinen Nervenzusammenbruch, den er vor einigen Jahren erlitt: "Ich hatte zum ersten Mal begriffen, dass meine lähmenden und unerforschten Gefühle daher rühren, was Michael mir angetan hat. Ich verstand, dass ich mit jemanden reden musste."

Kritiker von Robson, wie beispielsweise ein Jackson-Anwalt, finden die neuen Anschuldigungen "unglaublich" und legen nahe, dass der Tänzer wahrscheinlich Geld braucht, denn er verlor einen Großteil seines Vermögens nach seinem Nervenzusammenbruch. "Ich habe mit dem Schweigen und der Leugnung 22 Jahre lang gelebt und ich kann so nicht weiterleben … Geld wird nicht dazu führen, dass ich weggehe. Geld kann mich nicht zum Schweigen bringen. Das wird nicht mehr passieren", hielt der Beschuldigte dagegen und sprach dann darüber, was er nun für Michael Jackson empfinde, der 2009 an einer Überdosis eines Betäubungsmittel starb: "Kummer, Schmerz, Wut und Mitleid … Das Image, das jemand in der Welt hat, erklärt nicht die ganze Person. Michael Jackson war ein unglaublich talentierter Künstler. Er war viele Sachen. Es gibt Millionen von Menschen, die Kindesmissbrauch erlebten und wie ich unter dem Schweigen und Leugnen leiden. Wenn die Tatsache, dass ich nun hervortrete und die Wahrheit sage, anderen Opfern den Mut gibt, die Wahrheit zu sagen und damit den Heilungsprozess zu beginnen, wäre das mehr als ich mir erhoffen könnte", betonte Wade Robson.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche