Vittorio Missoni: Neue Details zum seinem Verschwinden

Der Pilot und das Flugzeug, in dem Designer Vittorio Missoni bei seinem Verschwinden saß, hatten beide keine gültigen Lizenzen.

Vittorio Missoni (58) bleibt nach wie vor verschollen, doch nun wurden neue Einzelheiten zu seinem Fall bekannt.

Der italienische Modemacher ist der Sohn von Ottavio und Rosita Missoni, die Gründer des legendären Modehauses. Missoni wird seit dem 4. Januar vermisst, nachdem ein Flugzeug mit ihm und anderen Personen vor der Küste von Venezuela verschwand.

Die italienische Zeitung 'La Republica' fand nun neue Details im Zusammenhang mit dem Vorfall heraus und stellte die Fähigkeiten des Piloten in Frage. Laut der Publikation ist der Flugschein von Pilot Germán Marchan seit dem 30. November 2012 abgelaufen. Er ist 72 Jahre alt und die Ermittler fragten sich, ob Marchan zu alt zum Fliegen sei. Darüber hinaus berichtete die Zeitung, dass die Fluggesellschaft noch über "kein gültiges Luftverkehrsbetreiberzeugnis" verfügt.

Doch kürzlich versicherte ein Kollege des Piloten, dass dieser zweifelsfrei in der Lage war, das Flugzeug zu führen: "Er ist einer der besten Experten und am meisten respektierten Piloten von Los Roques", erklärte er im Interview mit 'La Stampa'.

Die Gruppe befand sich auf einem kurzen Flug von Los Roques nach Caracas, als die Maschine plötzlich vom Radar verschwand. Seitdem kursieren Gerüchte, die von einer Entführung des Flugzeuges sprechen. Die Maschine startete um 11.32 Uhr Ortszeit und sieben Minuten später berichtete der Pilot oder Co-Pilot ihre Position. Danach wurde nichts mehr von dem Flugzeug gehört.

Die Familie von Vittorio Missoni bleibt zuversichtlich und hofft, dass der Verschollene lebend gefunden wird. Seine Schwester und Kreativ-Chefin des Modehauses, Angela Missoni, präsentierte trotz des Vorfalls ihre neueste Herrenkollektion auf der Milan Fashion Week.

Auch der Sohn von Missoni, Ottavio Missoni Jr., zweifelte an einem Absturz der verschwundenen Maschine: "Ich bin überzeugt davon, dass sie am Leben sind und dass das Flugzeug nicht abgestürzt ist: Es gibt zu viele Beweise, die dafür sprechen. Ich habe mir so viele mögliche Szenarien ausgemalt. Aber ich glaube einfach nicht, dass das Flugzeug ins Meer gestürzt ist", erklärte Vittorio Missonis Sohn in der vergangenen Woche zuversichtlich.

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