Uwe Ochsenknecht "Das wird schon irgendwie hinhauen"

Uwe Ochsenknecht
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Wenn Kinderstars den Sprung in eine echte Karriere schaffen wollen, ist das oft schwierig. Schauspieler Uwe Ochsenknecht erzählte jetzt, wie seine Söhne das angehen.

Uwe Ochsenknecht (57) glaubt, dass seine Söhne Wilson Gonzalez (23) und Jimi Blue (21) ihre Karrieren schon irgendwie auf die Reihe bekommen.

Der Schauspieler ('Ein vorbildliches Ehepaar') weiß allerdings, dass seine Kinder ('Die wilden Kerle') sich derzeit damit abfinden müssen, nach ihren ersten Erfolg erstmal nicht mehr im Rampenlicht zu stehen. Trotzdem ist der vierfache Vater der Meinung: "Das wird schon irgendwie hinhauen." Im Interview mit 'Frau im Spiegel' erzählte der Star, dass seine Jungs "gut" mit der Situation umgehen, auch wenn sie "ein bisschen mehr dafür tun" könnten. Allerdings gestand der Leinwandheld auch, dass er diese Entwicklung vorausgesehen habe: "Ich habe immer gewusst, es wird die Phase kommen, die nach den 'Wilde Kerle'-Filmen auch eingetreten ist, wo jetzt erstmal Pause ist. Da verändern sie sich, es werden junge Männer, es werden ganz andere Typen. Und dann fangen die von Null an", erklärte er der Zeitschrift und ergänzte: "Alles, was sie haben, ist der Name und die alten Filme. Und das reicht nicht auf Dauer."

Immerhin scheint sein Nachwuchs jedoch auf dem rechten Weg zu sein. "Sie haben aber ab und zu zu tun, gehen auch zu Coachings. Sie haben Seminare und machen Workshops und bilden sich weiter", erzählte der gebürtige Hesse weiter. Die Schritte in die berufliche Zukunft müssen die beiden jungen Männer allerdings alleine bewältigen, dabei Händchen halten will der Darsteller nicht: "Irgendwann muss der Laden von alleine laufen", stellte er klar. Ochsenknecht möchte seine Kinder augenscheinlich zu unabhängigen Menschen erziehen, die auf eigenen Füßen stehen. Er hatte "nie das Problem, loszulassen, was die Kinder betrifft" und die Tatsache, dass er selbst frühzeitig das elterliche Haus verließ und mit 17 Jahren auf die Schauspielschule ging, hat ihn wohl auch in seiner Einstellung als Vater geprägt. "Wenn es Sinn macht, sollen die so früh wie möglich raus und die Welt entdecken und ihr Ding machen", betonte der Deutsche.

Trotzdem sieht er seine Kinder regelmäßig. "So oft es geht. Man muss dazu sagen: Immer, wenn sie mal Zeit haben." Er beklagte jedoch, dass die Generation seiner Söhne irgendwie den Elan verloren hat. Er habe "oft den Eindruck, dass sie nicht das Gefühl haben, dass sie etwas müssen oder wollen". Auch Kampfgeist und Engagement, etwa in Gestalt von Demonstrationen, vermisst der Kinostar. "Für was sollen die kämpfen? Die können lange Haare haben, die können gepierct sein - damit können sie unsere Generation nicht mehr schocken", lamentierte er. Dasselbe gilt auch für seine Kinder. "Natürlich können mich lebensgefährliche Dinge schocken, wenn sie Sch*** bauen. Aber ob sie lange oder kurze Haare haben oder ein Piercing am Auge tragen, da sagen wir: Wenn es dir gefällt, dann mach es."

Uwe Ochsenknecht hat mit seiner Exfrau Natascha Ochsenknecht (48) auch noch die zwölfjährige Tochter  Cheyenne Savannah (12) sowie einen Sohn aus einer früheren Beziehung, Rocco Stark (26).

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