Ulrich Matthes: "Es war wirklich lustig zu sterben"

"Tatort"-Megafiesling Ulrich Matthes überlebte sein sorgfältig geplantes TV-Gemetzel gestern Abend selbst zwar nicht, fand die Arbeit an der Krimireihe aber dennoch großartig

Ulrich Matthes, 55, hatte riesigen Spaß an den Dreharbeiten zum gestrigen [12. Oktober] "Tatort - Im Schmerz geboren" - auch wenn seine Rolle nicht überlebte.

Eigentlich reichte schon die erste Szene des Berliners ("Der Untergang"), um als Zuschauer zu wissen: Da haben wir den Ultra-Bösewicht! Der stechende Blick aus den schwarzen Augen des Darstellers ließ keinen Zweifel aufkommen: Harloff, so Matthes" Rollenname, mag früher ein enger Freund von Kommissar Murot gewesen sein, heute hat er nichts Gutes mehr im Sinn. Die Vermutung war richtig: Sein perfide ausgeklügelter Racheplan kostete insgesamt 47 Menschen das Leben - Harloff eingeschlossen. Das machte seinem Darsteller allerdings nicht viel aus: "Es war wirklich lustig zu sterben. Besonders toll ist es, erwürgt zu werden. Noch besser war aber das Morden. Im Film zumindest", meinte der Schauspieler gegenüber der "Bild"-Zeitung.

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Der "Tatort" mutete den Zuschauern nicht nur was die Todesopfer-Anzahl anging einiges zu, sonder wagte sich auch auf völlig neue Pfade: Es gab unverkennbare Shakespeare-Anlehnungen und stilistisch fühlte man sich zuweilen in ein Quentin-Tarantino-Werk versetzt. Sicherlich nicht jedermanns Sache, unzweifelhaft waren aber die Leistungen der Schauspieler. Ulrich Matthes brillierte als zerstörte Seele, Ulrich Tukur (57, "Das Leben der Anderen") als Kommissar stand ihm in nichts nach. Im Netz wird der "Tatort' heiß diskutiert, Twitter-Kommentare reichen von "einfach großartig" bis "Schade um die Zeit", aber auf jeden Fall fuhren Ulrich Tukur und Ulrich Matthes den Quotensieg des Abends ein: 9,29 Millionen Zuschauer schalteten ein.

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