Joachim Luger

Joachim Luger

Es war der 8. Dezember 1985 als Joachim Luger in der Rolle des Sozialarbeiters und Hausmannes Hans Beimer in der Fernsehserie "Lindenstraße" in den Dienst einer langen TV-Karriere getreten ist. Seit 33 Jahren ist er Teil der ARD-Kultserie und so zum "Vater der Nation" geworden. Im September verlässt der Schauspieler nach mehr als 1.672 Folgen die Serie und hängt auf eigenen Wunsch hin seine Rolle an den Nagel.

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Joachim Luger hat zwei Leben gelebt und zwei Familien gehabt: einmal als Figur in einer Fernsehserie und einmal in echt. Fast 33 Jahre lang war er Hans Beimer aus der "Lindenstraße" und den meisten sicherlich als "Vater der Nation" bekannt. Vom ersten Tag an stand Luger als Beimer in vorderster Reihe der 1985 von Hans W. Geißendörfer erdachten WDR-Produktion.


Wissenswertes zu Joachim Luger

Der Schauspieler heißt mit vollem Namen Joachim Hermann Luger. Geboren wurde er am 2. Oktober 1943 in Schömbach bei Langenleuba-Niederhain, ein Ort in Thüringen. Aufgewachsen ist Luger aber in Berlin. Dort beendete er die Schule mit einem Realschulabschluss und schloss eine Ausbildung zum Chemielaboranten an. Damit sollte er aber nicht seinen Lebensunterhalt verdienen. Sein Weg führte ihn von 1966 bis 1969 nach Stuttgart, wo er eine private Schauspielschule besuchte. Über Engagements am Grillo-Theater Essen sowie am Schauspielhaus Bochum kam er in den 1970er-Jahren nach Bochum, wo er bis heute lebt. Wenn er nicht gerade als Hausmeister vor der Kamera steht, teilt er sein echtes Leben mit seiner Ehefrau und seinen zwei Söhnen.


Die Gründe für seinen Ausstieg aus der "Lindenstraße"

Die Beweggründe für seinen Ausstieg erklärt Luger so: "Im Oktober werde ich 75 Jahre alt und da möchte ich noch einmal Neues wagen, einfach freier in meinen Möglichkeiten und Entscheidungen sein, mehr Theater spielen oder vielleicht auch in andere Rollenfiguren schlüpfen. Und ich möchte gern mehr Zeit für meine Frau, meine Kinder und Enkelkinder haben." Auch wolle er sich seiner Leidenschaft, dem Segeln, mehr widmen. "Ich bin sehr gespannt darauf, was mich in meinem letzten Lebensabschnitt noch erwarten wird."