Tatort: So wird der Krimi am Sonntag

Armin Rohde spielt einen manipulativen Gangster-Vater und Kommissar Schenk hat Probleme. Ob sich das Einschalten lohnt, erfahren Sie hier.

Wiedersehen vor der Kamera: Der "Tatort: Dicker als Wasser" (Sonntag, 19.04, im Ersten) vereint zum ersten Mal seit 13 Jahren alte Bekannte. Hauptdarsteller, Regie, Autor und Produktion sind dieselben wie im erfolgreichen "Tatort: Bestien" aus 2001. Armin Rhode glänzt dieses Mal als Ex-Sträfling und Bösewicht und Dietmar Bär tanzt aus der Reihe. Außerdem wird die Kölner-Truppe um ein neues Gesicht erweitert.

Darum geht's:

Oliver Pocher

Erster Auftritt nach der Geburt seines Kindes

Oliver Pocher
Bei seinem ersten Auftritt vier Tage nach der Geburt zeigt sich Oliver Pocher gut gelaunt und witzig wie immer.
©Gala

Im nächtlichen Köln beobachtet Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär) zufällig ein paar Jugendliche beim Randalieren. Der Versuch, sie zurecht zu weisen, geht nach hinten los und der gestandene Kommissar wird von den Kids vorgeführt. Doch es bleibt keine Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. Vor dem "Sax-Club" wird der Besitzer ermordet aufgefunden.

Schenk und sein Kollege Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) befragen die Freundin des Toten, Laura (Alice Dywer). Sie werden auf ihren Ex-Freund Erik Trimborn (Ludwig Trepte) aufmerksam, der ein guter Freund des Ermordeten war, bevor der ihm die Freundin ausspannte. Reicht das als Tatmotiv? Schnell wird den Ermittlern klar, dass bei den Trimborns zuhause etwas faul ist. Vater Ralf (Armin Rohnde) ist ein Ex-Sträfling mit einer scheinbar weißen Weste. Doch bereits der erste Auftritt von Rhode macht deutlich: Mit ihm ist nicht zu spaßen.

Vor allem Schenk kann mit der arroganten Art von Vater Trimborn nicht umgehen. Die Erniedrigung zuvor sitzt ihm in den Knochen und so macht er den Fall schnell zu einer persönlichen Sache: Nebenbei tyrannisiert er auch noch den neuen Kollegen im Büro und handelt sich daraufhin Ärger mit Ballauf ein.

Super-Bösewicht Armin Rohde

Armin Rohde glänzt im "Tatort" als tyrannischer Vater und unberechenbarer Bösewicht. Obwohl ein neuer Charakter im Kölner Polizeipräsidium eingeführt wird, und Co-Stars wie Alice Dywer ("Heute bin ich blond") den Film ausschmücken, stiehlt Rhode allen die Show. Damit beweist er einmal mehr, wie facettenreich sein Repertoire ist. Aus dem Krimi-Fall wird ein Familiendrama. Trimborn kontrolliert seinen erwachsenen Sohn mit Zuckerbrot und Peitsche, und der fügt sich. Familie geht schließlich über alles, doch eines Tages lernt Erik das wahre Gesicht seines Vaters kennen und plötzlich ist er unberechenbar...

Lohnt sich das Einschalten?

Auf jeden Fall. Der Kölner "Tatort" überzeugt mit seinem Ensemble und einer starken Geschichte. Weniger Rätselraten, aber dafür mehr Gangsterdrama sind angesagt und sorgen für eine gelungene Abwechslung zum klassischen Whodunit-Spiel. Die Einblicke in die Psyche von Kommissar Schenk halten den Zuschauer ebenfalls auf Trab.

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