Susanne Fröhlich: Dünnsein ist nicht der Schlüssel

Buchautorin Susanne Fröhlich hat zwar selbst gut 25 Kilogramm abgespeckt, ein glücklicheres Leben führe man als dünnere Person jedoch nicht, findet sie.

Susanne Fröhlich (50) glaubt nicht, dass man als schlanker Mensch ein glücklicheres Leben führt.

"Das ist ein absoluter Trugschluss", beteuerte die deutsche Autorin ('Moppel-Ich') im Gespräch mit 'planet-interview.de' und ergänzte: "Dünn sein ist in erster Linie praktischer. Man bekommt schönere Kleidung, da die Auswahl in großen Größen begrenzter ist. Außerdem kommt man leichter Treppen hoch. Aber ansonsten kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Glück hat nichts mit Gewicht zu tun."

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Die Schriftstellerin weiß, wovon sie spricht: Sie hat selbst gut 25 Kilogramm abgespeckt, indem sie Yoga machte, und auch heute noch absolviert sie "täglich meine Übungen" und macht "zusätzlich noch Ausdauersport". Körperliche Ertüchtigung sei schließlich "der beste Garant" zum Erschlanken, doch um ihre Figur gehe es ihr gar nicht so sehr. "Ich habe für mich beschlossen, dass Schlankheit eine feine Sache ist. Aber in meinem Alter, mit 50, ist mir meine Fitness noch wichtiger", erzählte sie. Außerdem hatte die gebürtige Hessin sowieso nie wirklich Selbstzweifel aufgrund ihrer runderen Formen. "Probleme mit meinem Selbstbewusstsein hatte ich nie. Ich fand mich äußerlich immer ganz gut, obwohl ich natürlich wusste, dass ich nicht gertenschlank bin", beteuerte die Blondine im Interview und ergänzte: "Aber ich habe mich deswegen nie gegrämt."

Nach dem Feedback der Menschen auf ihre Gewichtsabnahme gefragt, konnte der Schreiberling "unterschiedliche Reaktionen" feststellen. Während sie sich "zuerst darüber ärgerte", dass manche Männer beispielsweise überhaupt nicht auf ihre schlankere Silhouette reagierten, beklagten andere den Verlust ihrer weiblichen Rundungen. "Das waren zu meinem Erstaunen sehr viele Männer. Natürlich gibt es auch Männer, bei denen ich jetzt besser im Kurs stehe. Das sind die Männer, die ihre Frauen gerne in einer gewissen Norm haben", seufzte die Literatin. Bei Frauen hingegen, vor allem bei dünnen, ließe sich so etwas wie Neid heraushören. "Frauen schauen genau hin: Sie sehen auf den ersten Blick, ob jemand zu- oder abgenommen hat. Frauen sind Waagen auf zwei Beinen. Ich war bis dato für schlanke Frauen aus meinem Umfeld keine Konkurrenz. Ich war ja der Moppel und so per se auch ungefährlich. In dem Moment, in dem man Gewicht verliert, betritt man ihr schlankes Terrain. Das ist ihnen natürlich nicht recht", gestand Fröhlich.   

Insgesamt hält sie jedoch wenig vom verbreiteten "Körperkult", in dem sie eine Art "Ersatzreligion" sieht. Während sich heutzutage viele Mädchen mit zwölf Jahren an ihrer ersten Diät versuchten, hätte man "das Wort Diät" damals vergeblich in ihrem Wortschatz gesucht. Außerdem sei die ganze Arbeit, die man in seinen Körper investiert sowieso eher Zeitverschwendung. "Die Stunden, die man exzessiv am Körper arbeitet, könnte man sinnvoller nutzen: Eine Fremdsprache lernen, einen besseren Abschluss machen. So ist man vom Aussehen auch nicht abhängig - weil letztendlich der Kopf der entscheidende Faktor ist", riet Susanne Fröhlich.

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