Sinéad O'Connor: Ich bin anders

Musikerin Sinéad O'Connor findet es aufgrund ihrer Unangepasstheit nicht verwunderlich, dass sie häufig von den Medien verfolgt wird

Sinéad O"Connor, 47, macht keinen Hehl aus ihrer Meinung, die oft nicht der Norm entspricht.

Im Laufe ihrer 27 Jahre umfassenden Karriere stand die irische Sängerin ("Nothing Compares to You") häufig im Licht der Öffentlichkeit. Sie ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und auch vor kontroversen Themen keinen Halt zu machen. "Die Medien verfolgten mich von Anfang an, weil ich anders bin. Wenn eine Frau sich nicht an die Gesellschaft anpasst und man sie nicht dazu bringen kann, sich zu benehmen, dann stellt man sie eben als "verrückt" dar. Damit schwächen sie einen. Musiker sind gefährliche Leute, weil sie die Helden der Jugend sind", erklärte sie im Interview mit dem "Q"-Magazin.

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So tat Sinéad O"Connor in der Vergangenheit offen ihre Meinung über die katholischen Kirche und die Vertuschungen in den Kindesmissbrauchsfällen kund. In jüngster Zeit kritisierte sie unter anderem den Popstar Miley Cyrus (21, "Wrecking Ball") für seine aufreizende Tanzschritte und Bühnenoutfits.

Auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes erntete die Irin zahlreiche Preise und sackte sogar einen Oscar in der Kategorie beste alternative musikalische Performance 1991 ein. Doch nur wenige Jahre später entschied sie, dem Showgeschäft den Rücken zu kehren - eine Entscheidung, die sie nie bereut habe. "Wenn man vor dem Ruhm, dem Geld, all dem materiellen Mist … davonläuft und das ablehnt, wonach alle streben, dann hält man den anderen einen Spiegel vor"s Gesicht. Ohne Absicht zeigt man ihnen damit, wie sch***e sie sind. Und das gefällt ihnen nicht", führte sie weiter aus. Doch habe der Ruhm nicht nur negative Seiten und so räumte die Sängerin ein, dass die Anerkennung einem die Möglichkeit gebe, Gutes zu tun.

In ihren Anfängen diente die Musik auch noch einem anderen Zweck, sinnierte die Sängerin weiterhin: "Ich wuchs in den 70er Jahren auf und da drehte sich die Musik noch um Rebellion. Lieder wie "Idiot Wind" von Bob Dylan. Die Musik war ein sicherer Ort, an dem man Dinge äußern konnte, die man woanders nicht sagen durfte. Ich, Kurt Cobain und Roseanne Barr waren die ersten Menschen, die offen über Kindesmissbrauch sprachen", erinnerte sich Sinéad O"Connor.

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