Seelen: Im Schatten von "Twilight"

Seit ihrem Erfolg mit "Twilight" ist es ruhig um Stephenie Meyer geworden. Daran änderte auch die Verfilmung ihres Romans "Seelen" nichts.

Mit der "Twilight"-Saga gelang Stephenie Meyer, 39, der ganz große Wurf. Ihre Bücher dominierten über Jahre hinweg die Bestseller-Listen, die Filme mit Kristen Stewart und Robert Pattinson in den Hauptrollen spielten weltweit über 3,3 Milliarden Dollar an den Kinokassen ein. Mit "Seelen" versuchte Meyers ihre Erfolgsgeschichte fortzusetzen - den Vergleich zu "Twilight" konnte das Science-Fiction-Märchen mit einem Einspielergebnis von weltweit 63,3 Millionen Dollar jedoch nicht standhalten.

Bereits 2008 veröffentlichte Meyer ihren Roman "Seelen", der sich zwar gut verkaufte, aber nicht an den Erfolg der "Twilight"-Bücher anknüpfen konnte. Ein Schicksal, das sich bei der Verfilmung 2013 wiederholte, die ProSieben heute Abend um 20:15 Uhr in einer Free-TV-Premiere ausstrahlt.

Darum geht's

Auch in "Seelen" steht eine ungewöhnliche Liebe im Mittelpunkt. Anders als bei "Twilight" spielen hier jedoch keine Vampire, sondern Außerirdische die Hauptrolle. Die Welt ist von sogenannten Seelen erobert und kolonisiert worden, von außerirdischen Wesen, die das Bewusstsein von Menschen auslöschen und sie als Wirte missbrauchen. Melanie Stryder (Saoirse Ronan, "Wer ist Hanna") gehört zu den wenigen, die noch ein eigenes Bewusstsein haben und Mensch geblieben sind. Doch auch sie wird schließlich von den sogenannten Suchern (u.a. Diane Kruger, "Inglourious Basterds") aufgespürt. Ihr wird die Seele von Wanderer implantiert. Anders als bei den übrigen Menschen bleibt Melanies Bewusstsein aber bestehen. Fortan leben zwei Seelen in ihrem Körper.

Schließlich gelingt es Melanie, Wanderer davon zu überzeugen, zu ihrer Familie aufzubrechen - zu ihrer großen Liebe Jared (Max Irons, "Red Riding Hood"), ihrem elfjährigen Bruder Jamie (Chandler Canterbury, "Knowing") und ihrem Onkel Jeb (William Hurt, "Into the Wild"), die sich gemeinsam mit anderen Menschen in einer unterirdischen Höhle versteckt halten. Als sich Wanda, wie sie jetzt von den Menschen genannt wird, schließlich in den jungen Ian (Jake Abel, "Percy Jackson") verliebt und das Versteck aufzufliegen droht, fällt sie eine folgenreiche Entscheidung...

Einen realistischen Film zu drehen, in dem sich zwei Persönlichkeiten einen Körper teilen, hielten viele Kritiker für unmöglich. Für Meyer, die den Film auch produziert hat, war jedoch klar: "Alles, was wir hier brauchen, ist eine wirklich fantastische Schauspielerin." Und die hat das Team um die Autorin mit Saoirse Ronan zweifellos gefunden. Dass die gebürtige Irin zu den hoffnungsvollsten Schauspielerinnen ihrer Generation gehört, bewies sie schon im Alter von 13 Jahren, als sie für ihre Rolle an der Seite von Keira Knightley in "Abbitte" mit einem Oscar nominiert wurde. In "Seelen" bewies die heute 21-Jährige einmal mehr, dass sie locker neben Schauspielgrößen wie William Hurt bestehen kann.

Fans warten vergeblich auf eine Fortsetzung

Fans der Romanvorlage dürften im Film allerdings einige Szenen vermissen, wie etwa das Fußballspiel in der Höhle. Viele Einzelheiten werden nur angerissen. Aber das lässt sich angesichts der 912 Seiten langen Buchvorlage nicht vermeiden. Seit Jahren warten die Fans vergeblich auf eine Fortsetzung von "Seelen". Schließlich erklärte Meyers im Zuge des Filmstarts noch, dass sie bereits einige Entwürfe für die nächsten Bücher fertig habe. "Ich hoffe, dass es drei werden, aber wir werden sehen." Aus der angekündigten Trilogie ist allerdings bis heute noch nichts geworden.

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