Sean Penn: Actionfilme interessieren ihn nur privat

Als Schauspieler hatte er früher nie Interesse an Actionfilmen: Die Gewalt habe dort keine Konsequenzen, erklärt Penn in einem Interview.

Sean Penn ("The Tree of Life") interessiert sich eigentlich nur privat für Actionfilme. "Alle Filme dieses Genres, die ich als Zuschauer gut finde, interessieren mich als Schauspieler überhaupt nicht", erzählt der 54-Jährige im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Für den Schauspieler und Regisseur seien Actionfilme immer "heimliche Vergnügen" gewesen: "Man sieht sich das gerne an, würde das aber niemals zugeben."

Das Problem an diesem Genre liegt laut Penn an der Gewalt, die im Film meist als kosequenzenlos dargestellt wird. "Das Leben eines Menschen auszulöschen bedeutet eigentlich nie wirklich etwas." Die Filmemacher haben Penns Meinung nach kein Interesse daran, "deutlich zu machen, was Gewalt bedeutet."

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©Gala

Bei dem Drehbuch zu Penns neuen Film "The Gunman"- auch ein Actionstreifen - sei das ganz anders gewesen. "Die Gewalt fügt sich ganz organisch in die Geschichte ein", so der Ehemann von Charlize Theron, 39, über die Romanverfilmung. Er habe einfach das Drehbuch gelesen, das habe etwas in ihm ausgelöst. "Und das ist immer der Moment, in dem es für mich interessant wird."

Sean Penn wurde 1960 in Santa Monica, Kalifornien geboren, schon Mitte der 70er arbeitete er als Schauspieler. Seine erste Kinorolle hatte er im Film "Die Kadetten von Bunker Hill", 1981, an der Seite von Tom Cruise, 52. Es folgten diverse große Hollywood-Produktionen - nur eben wenige Komödien. 2004 und 2009 gewann er einen Oscar. Penn ist auch als Regisseur tätig: Er verfilmte unter anderem "Das Versprechen", 2001, mit Jack Nicholson oder "Into the Wild", 2007, mit Emile Hirsch.

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