Rolf Scheider: Homophobie als Erziehungsfrage

Designer Rolf Scheider glaubt, dass es immer Menschen geben wird, die andere verachten. Das sei anerzogen

Rolf Scheider, 57, ist der Meinung, dass diejenigen, die "nicht ausgeglichen in sich selbst" ruhen, zu Hass neigen.

Nach dem Outing von Fußball-Profi Thomas Hitzlsperger, 31, rief das "OK!"-Magazin die Aktion "Du bist OK! - Ich bin gegen Homophobie" ins Leben: Jeden Tag bloggt ein Star zum Thema Schwulenhass.

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Am Donnerstag (16. Januar) äußerte sich Scheider ("Germany's Next Topmodel"). Der Designer ist selbst offen homosexuell und betonte gleich zu Beginn seines Artikels: "Konkrete Aggressionen gegen mich habe ich noch nicht erlebt." Dennoch: Dass Homophobie real sei, wollte der Kölner nicht leugnen. Er sinnierte über die Gründe für Hass: "Es gibt den harten Kern von Homophoben, die immer was gegen Schwule haben, wie sie etwas gegen Lesben oder Schwarze haben. Das ist eine Erziehungsfrage, weil sie von den Eltern antischwarz oder antischwul erzogen wurden. Man kann die Leute aber nicht vom Negativen ins Positive bringen. Wenn diese Leute mit sich selbst nicht zurechtkommen, kommen sie auch mit anderen nicht zurecht." In einem war sich der Kölner sicher: Wer vorurteilsfrei auf andere zugehen wolle, der muss erst einmal mit sich ins Reine kommen. "Wenn man nicht ausgeglichen in sich selbst ruht, muss man das anscheinend mit Hass kompensieren - und da sind Randgruppen ein ideales Ziel. Wenn die Menschen endlich mal ihren Frust und ihre Erziehung unter Kontrolle kriegen, kann man alles akzeptieren."

Schon vor Hitzlspergers Outing war die Diskussion um Homophobie in Deutschland neu entflammt, unter anderem durch die Aktion "#Mundpropaganda: Gentlemen gegen Homophobie", die vom Männermagazin "GQ" ins Leben gerufen worden war. Um sich für homosexuelle Männer stark zu machen, küssten sich heterosexuelle Promis - mit dabei Moses Pelham und Thomas D., Ken Duken und Kostja Ullmann, Herbert Grönemeyer und August Diehl sowie Jonas Reckermann und Julius Brink.

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