Rock-Stars: Darum kommt es zu den US-Konzertabsagen

Vereinte Front gegen ein Gesetz: Immer mehr Musiker sagen ihr Konzert in North Carolina ab. Doch was hat es mit der Protestaktion auf sich?

Speziell den Konzerthallen von North Carolina droht in den kommenden Wochen und Monaten Leerstand. Denn immer mehr Musik-Legenden sagen ihre Auftritte in dem US-Bundesstaat ab. Den Anfang hatte vor kurzem "The Boss" höchstpersönlich gemacht, Bruce Springsteen. Wenig später folgten Bryan Adams und der ehemalige Beatle Ringo Starr. Zuletzt cancelten auch die Mannen von Pearl Jam ihr Gastspiel. Doch warum weigern sich plötzlich so viele Stars, ihr North-Carolina-Konzert zu spielen?

Schlag gegen Transgender-Minderheit

Influencerin Ina Aogo

Warum sie sich nicht gegen ihr "Spielerfrau"-Image wehrt

Ina Aogo und Dennis Aogo
Ina Aogo ist mit Ex-Nationalspieler Dennis Aogo verheiratet und bekennende Spielerfrau. Dabei verdient die 30-Jährige als erfolgreiche Influencerin sogar ihr eigenes Geld.
©RTL / Gala

Anlass dieser Protest-Aktion ist ein im März verabschiedetes Gesetz. Es schreibt vor, dass Personen nur solche öffentlichen Toiletten benützen dürfen, die auch zu dem Geschlecht ihrer Geburtsurkunde passen. Was im ersten Moment wenig verwerflich klingt, ist ein herber Schlag gegen die Mitglieder der Transgender-Minderheit. Durch das Gesetz müssen sie Herren- beziehungsweise Damen-Toiletten aufsuchen, nicht auf Basis des Geschlechtes, das sie auch ausleben und mit dem sie sich identifizieren können, sondern wie es bei der Geburt festgestellt wurde.

Der Begriff Transgender kann als ein Oberbegriff für verschiedene Abweichungen vom althergebrachten Geschlechterverständnis stehen. Darunter fallen etwa die Transsexualität oder auch der Transvestitismus, sofern diese selbst gewählte Veränderung der Geschlechterrolle nicht nur als vorübergehende Travestie bei einem öffentlichen Auftritt zu sehen ist.

Folgen weitere Bundesstaaten?

"Den Menschen sollte erlaubt sein, diejenigen Einrichtungen zu nutzen, die mit dem Geschlecht übereinstimmen, mit dem sie sich identifizieren", sagte Olin Winn-Ritzenberg, eine Sprecherin des LGBT-Centers in New York, laut der Seite "Teen Vogue". Doch trotz der Proteste von Künstlern und Unternehmen wie der Deutschen Bank, die, wie der "Tagesspiegel" berichtet, Investitionen auf Eis legten, scheinen weitere Bundesstaaten an einer Umsetzung des umstrittenen Gesetzes zu arbeiten. So sollen South Carolina, Tennessee, Kansas und Minnesota ähnliche Erlässe verabschieden wollen.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche