Reinhard Mey: Tour trotz schwerem Verlust?

Sänger Reinhard Mey trauert um seinen Sohn Max, der vor einigen Tagen verstorben ist. Noch wissen die Fans nicht, ob der Musiker im September auf Tour kommt

Reinhard Mey, 71, wollte Ende des Jahres eigentlich auf große Deutschlandtour gehen, doch nun erschüttert ihn der Tod seines Sohnes Max (†32).

Vor fünf Jahren fiel der Sohn des Liedermachers ins Wachkoma, er war nach einer Party "plötzlich umgefallen", wie sein Vater ("Über den Wolken") später in der Sendung von Reinhold Beckmann, 58, erzählte.

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©Gala

Nach Jahren des Hoffens bestätigte der Anwalt der Familie nun am Dienstag: "Maximilian Mey ist nach unendlich tapfer ertragenem Leid im Kreise seiner Familie vor einigen Tagen gestorben."

Mey, der dafür bekannt ist, sein Privatleben zu schützen, hat sich bisher nicht persönlich zu dem tragischen Verlust geäußert. Es gibt auch noch keine Informationen dazu, ob der beliebte Musiker seine Tournee antreten wird. Im September 2013 hatte er bekannt gegeben, vom 18. September bis 16. November in Deutschland unterwegs sein zu wollen. Für die Fans scheint diese Frage aber noch völlig unbedeutend zu sein: Im Internet nehmen sie Anteil am Schmerz ihres Idols und überbringen unzählige Beileidsbekundungen.

Max hatte bis zu seinem Schicksalsschlag mit seiner Freundin in Kambodscha gelebt. Bei Beckmann beschrieb Mey die Nacht, die das Leben seiner Familie veränderte: "Nach einem wunderbaren fröhlichen Abend mit seiner Freundin und deren Freunden hatte er sie ins Bett gebracht und ihr noch eine Wärmflasche gemacht. Dann ist er auf den Balkon gegangen, um noch eine Zigarette zu rauchen, und ist dann umgefallen." Die Ärzte stellten fest, dass Maximilian eine schwere Lungenentzündung verschleppt hatte, das führte zu einem Herz- und Atemstillstand.

Das Schicksal seines Sohnes hat Reinhard Mey 2010 in dem Lied "Drachenblut" festgehalten. Darin heißt es: "Begierig zu sehn, in welches Meer der Strom mündet / Hast du dein Licht an beiden Seiten angezündet / Nun ringt es flackernd um seinen Schein / Mein fernes, geliebtes Kind, schlaf ein"

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