Promi-Bücher: So packen die Stars aus

Auch in diesem Herbst haben viele Stars ihre Gedanken wieder zu Papier gebracht: Hier gibt es die wichtigsten Promi-Bücher.

Nachdem , 65, schon im Frühjahr mit seiner Autobiografie "Herbstblond" für Aufsehen sorgte, gibt es auch jetzt wieder zahlreiche Prominente, die ihre Gedanken niedergeschrieben haben. "Treibsand" (Paul Zsolnay Verlag, 384 Seiten, 24,90 Euro) erschien Ende September. Darin schildert er auch den Tag im Januar 2014, an dem bei ihm Krebs festgestellt worden war. Wegen Nackenschmerzen war er zum Arzt gegangen. "Zwei Stunden später wurde aus der Nackenstarre und dem vermuteten Bandscheibenvorfall eine ernste Krebsdiagnose." Es war, "als schrumpfte das Leben. Die Gedanken setzten aus, eine Art öder Landschaft schien sich in meinem Kopf auszubreiten". Anfang Oktober erlag der berühmte schwedische Autor seinem Krebsleiden. Er wurde 67 Jahre alt.

Mike Krüger, 63, wirft in "Mein Gott, Walther: Das Leben ist oft Plan B" (Piper, 288 Seiten, 19,99 Euro) einen Blick zurück auf seine Karriere. Und seine Kindheit. Als der spätere Entertainer noch ganz klein war, starb seine Mutter: "Ich war zwar damals erst drei Jahre alt, glaube heute aber, dass ich mehr mitbekommen habe, als alle annahmen." Bis heute wisse er nicht, woran seine Mutter tatsächlich gestorben ist, schreibt er. Auch über die berühmten "Supernasen"-Filme mit Gottschalk geht es natürlich in seinem Buch: "Oh Mann, unsere armen Schauspielerkollegen hatten es wirklich nicht leicht mit uns." Anhand zahlreicher Anekdoten, die auch zeigen, wie das Showgeschäft hinter den Kulissen funktioniert, beschreibt er seinen Werdegang - zu lachen gibt es dabei natürlich einiges für den Leser.

Amüsant geht es natürlich auch in Daniela Katzenbergers, 29, Babybuch "Eine Tussi wird Mama - Neun Monate auf dem Weg zum Katzenbaby" (Plassen Verlag, 248 Seiten, 16,99 Euro) zu. Die Kult-Blondine nimmt auch dieses Mal kein Blatt vor den Mund und schreibt über die Nacht, in der Töchterchen Sophia gezeugt wurde, darüber, wie "irre schwer es zum Beispiel ist, sich untenrum zu rasieren, wenn du da so eine Monsterkugel vor dir herträgst" oder über Sex in der Schwangerschaft: "Es ist nicht besser und nicht schlechter als vorher, (...) er ist einfach anders."

Xatar

Auch der vielleicht authentischste Gangsta-Rapper Deutschlands, Xatar (bürgerlich Giwar Hajabi, 33) hat ein Buch geschrieben. Er hatte mit der Beteiligung an einem Goldraub für Schlagzeilen gesorgt. Dafür gab es acht Jahre Gefängnis. Das erste Album nach der vorzeitigen Entlassung, "Baba aller Babas", schoss in diesem Jahr direkt auf Platz eins der Charts. In "Alles oder Nix: Bei uns sagt man, die Welt gehört dir" (Riva, 224 Seiten, 19,99 Euro) geht es natürlich auch um den Überfall und die anschließende Flucht, die mit Xatars Gefangennahme im Irak endete.

Nach "Zwei Leben" hat Samuel Koch, 28, ein neues Buch vorgelegt: "Rolle vorwärts" (adeo, 224 Seiten, 17,99 Euro). "Ich glaube, Leid ist kaum nachhaltig zu ertragen, wenn man nicht auch Freude erlebt", schreibt Koch, der seit seinem Unfall 2010 bei "Wetten, dass..?" Tetraplegiker ist. Seit August ist Koch mit verlobt. Und auch seine Beziehung ist Thema: "Wir versuchen in unserer Beziehung drei Liebesformen ausgeprägt zu vereinen. Philia, die freundschaftliche Liebe; Eros, die körperliche Liebe; sowie Agape, die göttliche, bedingungslose Liebe", so Koch in dem Buch. Wichtig sei es gewesen, dass sie sich zu Beginn der Beziehung gegenseitig eingestanden hätten, "dass wir uns nicht vertrauten". "Deshalb beschlossen wir fortan gemeinsam auf die Suche nach Vertrauen und Liebe zu gehen." Und nach noch nicht mal einem Jahr habe er sich zum ersten Mal in einer Beziehung frei von Enge, Pflichtgefühl und Eifersucht gefühlt, verrät der Schauspieler.

In den 80er Jahren wurde Andreas Schmidt-Schaller in der DDR durch den "Polizeiruf 110" bekannt. Seit 2001 ist er als Chefermittler in "SOKO Leipzig" zu sehen. Zu seinem 70. Geburtstag am 30. Oktober hat der Schauspieler jetzt sein Buch "Klare Ansage: Bekundungen und Bekenntnisse" (Neues Leben, 208 Seiten, 17,99 Euro) vorgelegt. Er berichtet über seine Familie und seine Karriere - von seinem ersten "Polizeiruf" bis zur "SOKO", die bereits in der 15. Staffel ist: "Wir sind ein eingespieltes Team, doch nicht abgenutzt." Ein Kapitel heißt "In Sachen IM". Darin schreibt er, dass er bereits 1963 als "Geheimer Informator" angeworben werden sollte und über seine Unterschrift unter einem Papier vom 28. November 1963. "Doch wozu verpflichtete ich mich vier Wochen nach meinem achtzehnten Geburtstag? Dass ich nämlich Stillschweigen darüber wahren würde, dass "seit längerer Zeit" ein Zimmer in unserer Geraer Wohnung vom MfS "zeitweilig" genutzt werde." 1968 weigerte er sich, private Auskünfte über Kollegen zu geben. Nach einigen Jahren inoffizieller Mitarbeit habe er die Zusammenarbeit aufgekündigt. Seit 1971 gab es "keine Verbindung mehr". "Ich kenne meine Akten noch immer nicht vollständig, obgleich ich deren Einsicht vor Jahren beantragt habe", schreibt er.

2008 holte Gewichtheber Matthias Steiner, 33, die olympische Goldmedaille im Superschwergewicht. Nachdem er 2013 seine Sportler-Karriere beendet hatte, war für ihn klar, "dass ich wieder zu meinem "alten" Gewicht zurückkehren wollte, und so speckte ich im Lauf eines guten Jahres 45 Kilo ab", schreibt er in dem Buch "Das Steiner Prinzip: Vom Schwergewicht zum Wohlfühl-Ich" (Südwest Verlag, 192 Seiten, 19,99 Euro). Da er immer wieder nach seinem "Abnehm-Geheimnis" gefragt worden ist, hat er seine Geschichte aufgeschrieben: "Dabei gibt es gar kein Geheimnis, keine Wunderdiät à la Steiner." Er habe ohne Diäten, chemische Mittel, Spezialnahrung oder "irgendwelchen Wunderpillen" abgenommen - und will jetzt "Motivation für andere sein". Das dürfte ihm mit diesem Buch gelingen.

Antoine Monot Jr.

Schauspieler und "Tech-Nick" Antoine Monot Jr., 40, hat mit "Vertrauen Sie mir, ich tu's ja auch!" (Fischer, 224 Seiten, 9,99 Euro) ein "verblüffend sympathisches Besserwisser-Buch" vorgelegt. Wie er selbst findet - und am Ende stimmt man ihm gerne zu. Mit viel Humor erzählt er lustige, wie peinliche Geschichten aus seinem Leben. Und hat gute Ratschläge für alle Lebenslagen, ob Restaurantbesuch, Beziehungskrisen, gute Geschäftsmodelle oder Hosenkauf. Für alle, die mal wieder richtig schmunzeln wollen.

Seine große Karriere begann für Mario Adorf, 85, ausgerechnet als Zwerg, wie er in seinem Buch "Schauen Sie mal böse" (Kiepenheuer&Witsch, 176 Seiten, 17,99 Euro) verrät. Darin blickt er auf seine Karriere zurück, von seinem ersten Auftritt mit vier Jahren in einem "Kostüm mit roter Zipfelmütze [und] einem langen weißen Bart" (als siebter Zwerg in "Schneewittchen und die sieben Zwerge") bis zu seinen bedeutenden Rollen. Adorf geht auf die "Skala der Erfahrungen und Empfindungen des Menschen" ein, "denen sich der Schauspieler stellen und die er darstellen muss" - und verrät den Grund, warum er Schauspieler geworden ist: um "Menschen zum Lachen zu verführen".

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