Peter Lohmeyer: Predigten sind eine Art Schauspiel

Leinwandstar Peter Lohmeyer wollte nie in die Fußstapfen seines Pfarrer-Vaters treten. Dennoch glaubt er, beide Berufe hätten einiges gemein.

Peter Lohmeyer (51) findet, schauspielern sei fast wie predigen.

Der deutsche Leinwandheld ('Das Wunder von Bern') ist der Sohn eines Pfarrers und sieht einige Parallelen zwischen den beiden Metiers. "Der Beruf ist ja nicht ganz so weit weg. Als Pfarrer muss man auch ständig vor einem Publikum stehen und die Leute mit Geschichten überzeugen", erklärte er im Interview mit der 'B.Z.'.

In die Fußstapfen seines Vaters zu treten, kam für den Kino-Profi dennoch nicht in Frage. "Das Evangelium interessiert mich zwar als Geschichte, aber den theologischen Weg wollte ich nicht gehen", erklärte Lohmeyer. "Das Gotteshaus als solches war mir dafür zu heilig. Ich gehe zwar gern in die Kirche, aber am liebsten nur, wenn ich dort allein sein kann und ein Könner sitzt grad an der Orgel."

Begeistert seien seine Eltern anfangs nicht gewesen von seiner Berufswahl, gestand der gebürtige Sauerländer, immerhin galt die Schauspieler damals als "brotlose Kunst". Am Ende seien sie jedoch stolz auf ihn gewesen. "Meine Eltern waren vor 30 Jahren natürlich etwas skeptisch, aber der Direktor an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum hat dann erzählt, dass das Schauspielstudium so viel kostet wie ein Medizinstudienplatz. Damit konnte man Eltern beeindrucken, und als ich dann das erste Mal im Radio zu hören war, waren alle Vorbehalte vergessen und nur noch der pure Stolz", erinnerte sich der Darsteller, der von sich selbst sagt, dass er seinen Beruf "ziemlich geradlinig" ergriffen habe, "weil ich das Geld brauchte."

Mittlerweile ist er seit 30 Jahren im Geschäft und immer noch "glücklich mit meinem Beruf". Seine liebsten Rollen sind jedoch vielleicht nicht ganz im Sinne seines Vaters. Die dunkle Seite sagt dem Deutschen am meisten zu: "Es macht immer mehr Spaß, das Böse zu spielen als das Gute."

Diese Vorliebe durfte Peter Lohmeyer unlängst ausleben - im neuen Film 'Fünf Freunde 2' spielt er einen Schurken.

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