Orhan Kilic: So schwer war die Arbeit am NSU-Opfer-Film

Die NSU-Morde sind kein leichtes Film-Thema. Auch für Schauspieler Orhan Kilic, der ein Opfer spielte, war es eine echte Herausforderung:

Enver Simsek wurde im September 2000 brutal niedergeschossen - er war das erste Opfer der NSU-Mordserie. Der Tod des in der Türkei geborenen Blumenverkäufers bewegt bis heute die Gemüter und diente als Vorlage für den ARD-Streifen "Die Opfer - Bitte vergesst mich nicht". Dargestellt wurde Simsek im Film von dem deutsch-türkischen Schauspieler Orhan Kilic, 41. Im Interview mit "kress.de" schilderte dieser nun, wie belastend die Dreharbeiten für ihn waren: "Enver zu spielen, war erdrückend und eine große Herausforderung."

Besonders nachdem der Schauspieler die Hinterbliebenen des Mordopfers kennengelernt habe, sei es für ihn immer schwieriger geworden, die Rolle zu spielen. "Vor allem, weil ich natürlich der Tochter Semiya und ihrer Familie gerecht werden wollte", so Kilic. Semiya Simsek schrieb das Buch "Schmerzliche Heimat. Deutschland und der Mord an meinem Vater", auf dem der Film basiert.

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Im Zuge der Vorbereitungen habe die Tochter ihm auch noch einmal die ganze Geschichte erzählt, so Kilic. "Sie hat sehr unter den Ereignissen gelitten. Bei ihren Erzählungen blieb mir der Atem weg." Nach einiger Zeit habe er festgestellt, dass er die Realität verdrängen musste, um die Rolle zu spielen. In Bezug auf die Aufklärung der NSU-Hintergründe, glaube er fest daran, dass die wahren Zusammenhänge aufgearbeitet werden.

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