Oliver Kalkofe: Klartext gegen Fremdenfeindlichkeit

Oliver Kalkofe geht unter die "Gutmenschen", die sich für Flüchtlinge stark machen. Doch, wie er sagt, "lieber Gutmensch als Arschloch".

Kriegsflüchtlinge oder Wirtschaftsflüchtlinge? Oliver Kalkofe, 49, findet einen neuen Begriff: Den des Intelligenz-Flüchtlings. Die Asylsuchenden, die in Deutschland Zuflucht suchen, meint er damit freilich nicht. Joko und Klaas machten es vor, und der Satiriker findet weitaus deutlichere Worte als die ProSieben-Moderatoren. In einem Video, das der TV-Sender Tele5 veröffentlichte, ließ der sichtlich wütende Kalkofe sich gewohnt eloquent und bissig über "mutwillige Intelligenz-Flüchtlinge" und "degenerierte Menschen-Darsteller" aus, die gegen Flüchtlinge pöbeln oder sogar gewalttätig vorgehen.

"Gewalt war schon immer die Sprache der Dummen", sagt Kalkofe in dem fast siebenminütigen Video und stellt Vergleiche zum Nationalsozialismus und dem Ku-Klux-Klan auf. "Abartig, widerwärtig, kriminell und beschämend" seien die aktuellen Vorkommnisse, bei denen Flüchtlingsheime in Brand gesteckt wurden oder Asylsuchende offen diskriminiert wurden. Hierbei würden die "ärmsten Schweine" von den "dümmsten Schweinen" angegriffen.

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Prinz William und Herzogin Catherine
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©Gala

Kritikern nimmt Kalkofe gleich den Wind aus den Segeln. Sollte er nun als "Gutmensch" betitelt werden, ist das dem Satiriker herzlich egal, denn er ist "lieber Gutmensch als Arschloch". Zuletzt appelliert er an diejenigen, die ihren Verstand und moralischen Kompass zu nutzen wissen: "Und schweigen wir nicht, auch wenn das Böse und das Dumme meist lauter ist als die leise Stimme der Vernunft." Kalkofes eigene Worte jedenfalls sind unüberhörbar.

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