Nadine Angerer: Wie die große Schwester

Fußballerin Nadine Angerer sieht sich gerne als die große Schwester der deutschen Nationalmannschaft.

Nadine Angerer (34) lässt ihre Mitspielerinnen "ihren eigenen Weg gehen".

Gemeinsam mit dem Rest des deutschen Frauennationalteams konnte die Torhüterin und Spielführerin am Wochenende die Europameisterschaft im Finale gegen Norwegen für sich entscheiden, sie hielt zwei Elfmeter. Im Interview mit der 'Stuttgarter Zeitung' betonte sie nun, den Weg zum Sieg nicht mit harter Disziplin gepflastert zu haben. Auf die Frage, ob sie eher wie eine große Schwester für die Mannschaft sei, antwortete sie: "Das trifft es tatsächlich. Von der Mutter hat man immer die Vorstellung, dass sie Regeln vorgibt und streng ist. Das bin ich gar nicht." Lieber lasse Angerer die anderen Frauen der deutschen Elf an der langen Leine. "Die Jüngeren müssen ihren eigenen Weg gehen. Man muss sie laufen lassen und nur ein Machtwort sprechen, wenn es nicht läuft."

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©Gala

In Sachen Fitness war bei Angerer derweil zwar kein Machtwort, dafür aber eine Umstellung nötig. Dank der Crossfit-Methode konnte die Fußballerin sechs Kilo purzeln lassen. "Jede Übung beansprucht ganzheitlich die Muskulatur, möglichst den ganzen Körper. Ich habe dadurch meine besten Ausdauerwerte, meine besten Sprintwerte, meine beste Sprungkraft", verriet sie zu ihrem neuen Training. In die Muckibude wagte sich die gebürtige Bayerin für das Workout allerdings nicht. "Ich hasse Fitnessstudios! Ich habe viel alleine draußen trainiert", so Angerer, die ihre Übungen "am Strand und in der Natur" absolvierte. Weiter erklärte sie: "Diese Art von Training ist für jeden etwas, von der Hausfrau bis zum Manager. Ich möchte das gerne auch anderen Leuten beibringen."

Während sich die Torfrau für Freiluftaktivitäten begeistert, haben es der Stürmerin Anja Mittag (28) Tätowierungen angetan. Die EM-Heldin, die während des Spiels am Sonntag das entscheidende Tor schoss, trägt bereits elf Tattoos auf ihrer Haut- darunter ihre Glückszahl, die 31, und einen Leuchtturm. Weitere Motive schließt die sportliche Blondine für die Zukunft nicht aus. "Ich kann mich an Tattoos nicht satt sehen. Es besteht Suchtgefahr", sagte Nadine Angerers Mitstreiterin im Gespräch mit 'Bild'.

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