Monica Lierhaus Nur nicht aufgeben

Monica Lierhaus
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Sportmoderatorin Monica Lierhaus sprach mit Reinhold Beckmann über ihren langen Weg zurück ins Leben

In der Talkshow von Reinhold Beckmann gab Monica Lierhaus, 43, Einblicke in ihr neues Leben. Die "Sportschau"-Moderatorin lag 2009 nach einer Gehirn-Operation lange im Koma und kämpft sich nun zurück ins Leben und in den Beruf. Sie handele dabei nach der Devise "Aufgeben kommt nicht in Frage".

Im Interview bei "Beckmann" beschrieb sie: "Ich kann und will meinen Zustand nicht akzeptieren. Daraus ziehe ich die Motivation, die mich antreibt." Dennoch sei es extrem anstrengend, dass Erfolge nur langsam zu sehen seien: "Es nervt nur tierisch, weil ich die Fortschritte nicht sehe. Ich muss immer Dinge tun, die ich nicht kann. Zum Beispiel vom Boden aufstehen, das fällt mir schwer. Und das nervt besonders, weil damit kein Erfolgserlebnis verbunden ist."

Erfolg zu haben, sich die eigene Selbstständigkeit zurückzuerobern, daran arbeitet Monica Lierhaus seit ihrer schweren Erkrankung 2009 mit eiserner Disziplin. Zur Motivation gab sie beispielsweise ihren Reha-Geräten Spitznamen. Ihren Rollstuhl habe sie beispielsweise nach Urgroßmutter Valeska Meyer benannt, die mit 96 Jahren gestorben sei, als sie 13 Jahre alt war. Von ihrem großen Einfluss profitiere sie aber bis heute: "Das Preußische habe ich wohl von meiner Urgroßmutter geerbt", überlegte Lierhaus im Gespräch mit dem "Stern". "Meine Urgroßmutter war sehr faltig, sehr katholisch und ein Vorbild an Disziplin und Stärke. Im Zweiten Weltkrieg floh sie aus Danzig, zog alleine zwei Kinder und ein Enkelkind groß. Sie hat nie geklagt, nie lamentiert. Sie hatte einen starken Überlebenswillen. Den habe ich wohl auch."

Ihr starker Wille soll Monica Lierhaus dabei helfen, ihr großes Ziel zu erreichen: 2014 will sie unbedingt als Kommentatorin der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien wieder vor der Kamera stehen.

Karen Diehn CoverMedia

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