Moby: Trocken in L.A.

Sänger Moby findet, dass Los Angeles ein guter Ort ist, um zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen - da trifft man interessante Leute

Für Moby, 48, ist es leichter, in Los Angeles trocken zu bleiben, als in seiner Heimat New York. Der Musiker ("Porcelain") realisierte vor fünf Jahren, dass er zu viel trank, nachdem er an einer Studie über das Thema Angst teilnahm und dabei über seinen Alkoholkonsum sprechen musste. Seine Bilanz war erschreckend: Er trank pro Woche 60 Einheiten, behauptete vor seinem Arzt jedoch, sich lediglich 30 Einheiten zu genehmigen - und der Mediziner riet ihm schon bei dieser Menge, seinen Alkoholkonsum dringend herunterzuschrauben.

Heutzutage trinkt der Star nicht mehr und zog von New York nach Los Angeles, wo er es als leichter empfindet, trocken zu bleiben. "Ich wurde zu einem vollentwickelten Südkalifornien-Klischee. Das Gute daran, zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen, ist, dass es die einzige Chance in L.A. ist, Musiker-Kollegen zu treffen. Ich traf auf Legenden aus den 60er-, 70er-, und 80er-Jahren", lachte der Künstler, dessen Lieblingsgetränk früher eine Mischung aus Bier und Wodka war. Wenn er zurückblickt, kann er nicht glauben, in was für Situationen er sich manövrierte, wenn er betrunken war. Der Star hatte die blöde Angewohnheit, mit den falschen Personen zu sprechen - manchmal sogar mit gefährlichen Konsequenzen. "Ich baggerte normalerweise einfach die Freundin von jemandem an, ohne zu wissen, dass sie jemandes Freundin ist und es endet dann in einem banalen Streit", erklärte er. "Ich wurde fast von einem Drogendealer auf Ibiza angeschossen, weil ich seine Freundin anmachte. Da war diese sehr attraktive, deutsche Frau und ich sprach mit ihr und es stellte sich heraus, dass sie die Freundin von dem größten Drogendealer der Insel war, der mit 20 der härtesten Leute, die ich jemals gesehen hab, da war."

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Aber nicht nur dem Alkohol hat der Sänger abgeschworen. Moby schwor, niemals wieder nackt in der Öffentlichkeit herumzulaufen, nachdem er ein Foto von sich sah, auf dem er während des Nacktbadens "traurig und im mittleren Alter" aussah.

Der Künstler mag es zwar auszuspannen und mit Freunden zu relaxen, aber entschied, dass er nun zu alt sei und sich von gewissen Dingen verabschieden müsse. "Ich war in der Öffentlichkeit nackt und ich habe das immer tief bereut", sagte er geknickt gegenüber der britischen Zeitung "The Guardian". "Das letzte Mal war, als mich ein politischer Spendensammler in meinem Haus besuchte. Es war eine warme Nacht und als all die Politiker gegangen sind, hatte irgendwer die Idee, nacktbaden zu gehen. Nichts Ausschweifendes, aber jemand machte ein Bild von mir, wie ich gerade in den Pool springen wollte und ich sah einfach so traurig und etwas alt aus. Das ließ mich schwören, nie wieder meine Kleider in der Öffentlichkeit auszuziehen", versprach Moby.

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