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Michael Stich Nostalgie in Hosenform

Michael Stich
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Ex-Tennisstar Michael Stich gruselt es ein wenig, wenn er an die Tennishosen denkt, die er bei seinem unvergesslichen Wimbledon-Erfolg über Landsmann Boris Becker trug.

Michael Stich (44) bekommt den Nostalgischen, wenn er sich die Tennisklamotten in Erinnerung ruft, die er beim legendären Wimbledon-Finale gegen Boris Becker (45) anhatte.

1991 standen sich die beiden deutschen Tennisstars im Finale des berühmten Grand-Slam-Turniers in London gegenüber. Stich konnte das Spiel damals überraschend für sich entscheiden, in Erinnerung geblieben ist ihm jedoch nicht nur der große Triumph über seinen Rivalen, sondern auch die kessen Sporthosen. "Es sind schöne Erinnerungen und je älter ich werde, desto mehr realisiere ich, dass ich Teil von etwas ganz Besonderem in der Welt des Sports bin. Darüber bin ich sehr glücklich, darauf bin ich auch stolz", strahlte der ehemalige Tennisprofi im Interview mit 'spox.com', bevor er stöhnte: "Aber das Match ist echt lange her, wenn ich nur dran denke, was für Klamotten wir anhatten … Diese kurzen Hosen, in denen wir rumgelaufen sind, da ist schon 'Nostalgie' dabei."

Am kommenden Montag ist es in der britischen Hauptstadt wieder soweit und die Weltelite des Tennis versammelt sich zu den diesjährigen Wimbledon Championships. Michael Stich kann sich noch gut an seine allererste Teilnahme an der Sportveranstaltung erinnern. Es war das Jahr 1989 und der Auftakt zum großen Wimbledon-Auftritt war alles andere als geschmeidig. "Ich weiß noch, dass ich direkt davor in Bristol gespielt habe, mein Bruder begleitete mich, und ich dann in einem Hotel gewohnt habe, das 'Hotel Amsterdam' hieß. Und das Hotel war fürchterlich", erzählte der gebürtige Schleswig-Holsteiner und ergänzte lachend: "Ich habe dann abends auch noch etwas Schlechtes gegessen, irgendeine Pizza oder Pasta war verdorben, und ich musste mich sogar übergeben. So ging es für mich schon mal los in Wimbledon."

Den Eindruck, den der heilige Rasen der ältesten Tennismeisterschaft der Welt auf den damaligen Sportjüngling machte, war dennoch ein positiver und bleibender. "Wenn du dann auf die Anlage kommst, fragst du dich erst mal, wo du denn hier gelandet bist. So beeindruckend ist es", schwärmte der Deutsche. Sein Abschneiden bei dem Turnier war dann jedoch weniger denkwürdig. "Als ich dann die Auslosung sah, dachte ich mir: 'Pernfors? Ist ja super, der kann ja auf Rasen gar kein Tennis spielen.' Aber wenn ich mich recht erinnere, habe ich dann ziemlich eins auf die Mütze bekommen …", gab Michael Stich kleinlaut zu.

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