MIA-Sängerin Mieze Katz Echo-Nominierung abgelehnt

'MIA.'-Sängerin Mieze Katz
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Die Band MIA distanziert sich vom Echo, weil unter den Nominierten auch die kontroverse Band Frei.Wild ist.

MIA nimmt von ihrer Echo-Nominierung "dankend Abstand".

Das gab die deutsche Elektropop-Gruppe ('Immer wieder') heute Nacht auf ihrer Facebook-Seite bekannt. "Wir haben uns heute sehr, aber leider auch nur sehr kurz über unsere Echo-Nominierung gefreut, da unter den aktuell Nominierten mit Frei.Wild eine Band genannt wird, deren Weltbild wir zum Kotzen finden", schrieben die Musiker. Der umstrittenen südtiroler Formierung ('Wir gegen alle') werden rechtspopulistische Tendenzen nachgesagt, weswegen die MIA-Künstler ihre Konsequenzen zogen: "Es mag nicht in unserer Hand liegen, welche Künstler für einen Echo nominiert werden, aber es liegt in unserer Hand, von unserer Nominierung dankend Abstand zu nehmen."

Damit sind die Berliner bereits die zweite Band, die sich vom wichtigsten deutschen Musikpreis abwendet. Auch die Elektropopper von Kraftklub ('Songs für Liam') wollten nichts mit dem Echo zu tun haben, als sie erfuhren, wer noch zu den Anwärtern gehört. Bereits Anfang der Woche erklärten die Chemnitzer: "Wir haben unsere Plattenfirma gebeten, dafür zu sorgen, dass unsere Nominierung für den Echo in der Kategorie 'Rock/Alternativ National' zurückgezogen wird."

Somit bleiben als Nominierte in dieser Sparte neben Frei.Wild nur Unheilig ('Auf zum Mond') und Die Ärzte ('Geschwisterliebe'), doch zumindest letztere zeigten sich nicht sonderlich beeindruckt von der Nominiertenliste: "Hey Leute, beim 'Wichtigsten Deutschen Musikpreis' ist mal wieder eine politisch fragwürdige Band nominiert. Da uns der Echo sowieso nie interessiert hat und unsere politische Einstellung hinreichend bekannt sein sollte, liegt der Rest in den Händen der sicherlich weisen Juroren."

Die Echo-Verleihung findet am 21. März nun ohne MIA und Kraftklub statt.

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