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Martina Gedeck Versunken im Film

Martina Gedeck
© CoverMedia
Schauspielerin Martina Gedeck musste als Jurymitglied beim Filmfestival in Venedig so viele Werke sehen, dass sie schon von ihnen träumte.

Martina Gedeck (51) ist ganz in ihrer Rolle als Jurymitglied bei den Filmfestspielen in Venedig aufgegangen.

Die Schauspielerin ('Das Leben der Anderen') musste sich am Tag vier oder fünf Filme anschauen und anschließend entscheiden, welchem davon der Goldene Löwe als bestes Werk gebührt. Im Gespräch mit 'Titel Thesen Temperamente' gestand sie, dass es anfangs ziemlich anstrengend war: "Es gab sehr viel harten Tobak zu sehen. Da war ich zwischendurch schon manchmal so, dass ich nicht mehr genau wusste: 'Wer bin ich, wo bin ich, was ist mein eigenes Leben überhaupt?' Und dass ich das alles ein bisschen vermischt habe, auch in den Träumen. Plötzlich begegnen einem Figuren aus Filmen oder Situationen aus Filmen in Träumen. Und das, muss ich sagen, hat mich doch sehr reingezogen. Man ist in einem Sog", beschrieb Martina Gedeck ihren Daueraufenthalt im Kino, an den sie sich dann aber gewöhnt habe: "Und ab einer gewissen Zeit, eigentlich nach vier bis fünf Tagen, denkt man, man möchte eigentlich immer nur Filme gucken. Bertolucci sagt ja immer, man muss sich, wenn man in einer solchen Jury ist, in einen Film verlieben. Und das ist mir so gegangen. Da bin ich auch sehr froh drüber."

Es scheint, als ob sich die Darstellerin und ihre Kollegen dann in den italienischen Dokumentarfilm 'Sacro GRA' von Regisseur Gianfranco Ros verliebt haben. Hier wird das Leben um die Stadtautobahn von Rom beschrieben. Die Deutsche konnte auch etwas für ihre Landsleute bewirken - 'Die Frau des Polizisten' von Philip Gröning bekam den Spezialpreis der Jury zugesprochen. Das Drama handelt von Gewalt in der Ehe und gehörte zu dem "harten Tobak", den sich Martina Gedeck als Jurorin zumuten musste und wollte.

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