Margaret Mitchell: Spannende Fakten über "Vom Winde verweht"

Margaret Mitchell konnte den Erfolg von "Vom Winde verweht" nicht lange genießen. Sie kam auf tragische Weise ums Leben.

Sie war gerade einmal Mitte 20, als sie die Vorlage zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten schuf: Heute wäre die Autorin von "Vom Winde verweht", Margaret Mitchell (1900-1949), 115 Jahre alt geworden. Als Mitchell 1926 krank im Bett lag, begann sie ihr berühmtes Werk zu schreiben. In den folgenden zehn Jahren stellte sie das mehr als 1000 Seiten umfassende Buch fertig, das am 30. Juni 1936 veröffentlicht wurde. 1937 wurde Mitchell dafür mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Anschließend arbeitete sie fast nur noch ehrenamtlich für wohltätige Zwecke, bis sie 1949 aus dem Leben gerissen wurde: Beim Überqueren einer Straße wurde sie von einem betrunkenen Taxifahrer angefahren und erlag später den Verletzungen.

Mega-Erfolg

Daniela Büchner

Ihr bester Freund Markus Simons verrät, wie es ihr geht

Jens und Daniela Büchner mit Markus Simons
Der Tod von Jens Büchner jährt sich im November zum ersten Mal. Seine Ehefrau Daniela Büchner lebt nach wie vor in Trauer um ihren geliebten Mann.
©Gala

Noch im Erscheinungsjahr des Romans, 1936, hatte Mitchell die Filmrechte für 50.000 US-Dollar an den Produzenten David O. Selznick verkauft. Der hatte das Potenzial des Werks wohl genauso erkannt wie die Leser: Gleich nach der Veröffentlichung im Juni wurde es zu einem der größten Bestseller in der Geschichte der amerikanischen Literatur. Bereits im Oktober waren mehr als eine Million Exemplare verkauft worden.

Nicht alle waren begeistert

Auch wenn der Roman bei der breiten Masse ankam, konnte "Vom Winde verweht" nicht alle überzeugen: Das Buch habe "jenen unbestimmbaren flutschigen Inhalt, der sich nicht genau definieren lässt, niemals genau zu definieren sein wird", soll der deutsche Literatur-Nobelpreis-Träger Heinrich Böll über das Werk gesagt haben. Auch Leslie Howard, der in dem Film als Ashley Wilkes zu sehen ist, war offenbar wenig begeistert: "Ein Haufen Blödsinn - nie im Leben würde ich dieses Buch lesen."

Länger und teurer als alle anderen

Noch bekannter als das Buch ist natürlich der Film: Vivien Leigh als Scarlett O'Hara und Clark Gable als Rhett Butler machten "Vom Winde verweht" unsterblich. Mit fast vier Stunden Laufzeit war der Streifen, der 1939 erschien, damals der Film mit der längsten Spieldauer. Rund vier Millionen US-Dollar hat die Produktion gekostet, was ihn zu seiner Zeit auch zum teuersten Film überhaupt machte. Bei der Oscarverleihung 1940 gab es für den Film acht Oscars sowie zwei Ehren-Oscars.

Kein Film brachte mehr Geld

Die Geschichte um Scarlett O'Hara, die während des Sezessionskrieges in eine stürmische Romanze mit Rhett Butler gerät und ihren verheirateten Jugendfreund Ashley Wilkes (Leslie Howard) weiter vergöttert, wurde vom American Film Institute auf Platz 4 der "größten US-Filme aller Zeiten" gewählt. Er gilt mit einem inflationsbereinigten Einspielergebnis von rund 6,6 Milliarden US-Dollar, 2014, als kommerziell erfolgreichstes Werk der Filmgeschichte.

Kein Selbstläufer für Vivien Leigh

Noch zu Beginn der Dreharbeiten soll unklar gewesen sein, wer die Rolle der Scarlett O'Hara bekommt. Die Schauspielerinnen rissen sich um die heiß begehrte Rolle. Vivien Leigh soll sich ans Set geschlichen haben und sofort zu einem Test geladen worden sein. Allerdings war Leigh Britin - und das hörte man bei ihrem Vorsprechen wohl auch. Um sie zu provozieren, soll ihr Regisseur George Cukor eine Beleidigung ins Gesicht gesagt haben - mit dem gewünschten Erfolg. Angeblich hat die Schauspielerin geschrien und gelacht. Und die Rolle bekommen.

Genervte Margaret Mitchell setzte auf Groucho Marx als Rhett

Nachdem sie die Filmrechte verkauft hatte, soll Margaret Mitchell immer mehr von der Presse und der Öffentlichkeit genervt gewesen sein. Auf die Frage, wer Rhett Butler spielen sollte, antwortete sie angeblich einst nur noch frustriert, dass Komiker Groucho Marx all das vereine, was sie Rhett mitgegeben habe... Clark Gable hatte dann auch so seine Probleme mit der Rolle: Als er vor der Kamera weinen sollte, drohte er damit, das Set zu verlassen, heißt es. Erst Regisseur Fleming konnte ihn wieder beruhigen.

Verschleiß an Regisseuren

Das Mega-Filmprojekt stammt am Ende von drei Regisseuren. George Cukor hatte den Film zwei Jahre lang geplant, verließ den Dreh dann aber nach 18 Tagen. Gerüchten zufolge soll er sich mit dem Produzenten überworfen haben und/oder mit Clark Gable, der angeblich Probleme mit Cukors Homosexualität hatte. Jedenfalls übernahm Victor Fleming, der dann einen Nervenzusammenbruch hatte - auch hier gibt es Gerüchte, wonach der nur gespielt war - und verabschiedete sich für ein paar Wochen, um sich zu erholen. Sam Wood vertrat ihn. Am Ende war der Film das Produkt aus 18 Tagen Cukor, 93 Tagen Fleming und 24 Tagen Wood. Den Oscar als bester Regisseur teilte Fleming aber nicht..

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche