Marcel Reich-Ranicki: In der Klinik

Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, laut der "Bild"-Zeitung geht es ihm "schlecht".

Marcel Reich-Ranicki wurde mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, habe man den Literaturkritiker am Telefon erreicht. "Mir geht es schlecht", sagte er dabei laut der Tageszeitung. Er wisse nicht, wann er die Klinik wieder verlassen könne, und darf keinen Besuch von Freunden bekommen.

Schon im März hatte der 93-Jährige eingestanden, dass seine Gesundheit gefährdet ist: Er leide an Prostata-Krebs, kämpfe allerdings dagegen an, sagte er der "Bild"-Zeitung. "Ich nehme Tabletten und gehe regelmäßig zur Untersuchung in die Klinik", gab er sich kämpferisch.

2011 musste Reich-Ranicki einen schweren Verlust verkraften, im April starb seine Frau Teofila im Alter von 91 Jahren. Die beiden waren 70 Jahre lang verheiratet und haben einen Sohn, Andrew Alexander Ranicki, der an der Universität Edinburgh Mathematik lehrt.

Marcel Reich-Ranicki machte sich unter anderem als "Literaturpapst" in der ZDF-Sendung "Das literarische Quartett" einen Namen. "Wir werden über Bücher sprechen, und zwar, wie wir immer sprechen: liebevoll und etwas gemein, gütig und vielleicht ein bisschen bösartig, aber auf jeden Fall sehr klar und deutlich. Denn die Deutlichkeit ist die Höflichkeit der Kritik der Kritiker", sagte Marcel Reich-Ranicki einst in seiner Sendung über das Konzept der Show.

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