Maite Kelly: Papa hatte Angst um uns

Sängerin Maite Kelly wuchs in einem recht strengen Elternhaus auf. Heute kann sie ihren Vater verstehen. Seine Fürsorge sei Ausdruck seiner Liebe gewesen, glaubt sie

Maite Kelly (33) ist froh, dass sie einen strengen Vater hatte. Das zeuge von seiner Liebe.

Die Sängerin ('Sommer sein') wurde zusammen mit ihren Geschwistern und ihrem Vater als Kelly Family berühmt, doch neben dem Ruhm begleiteten die Kelly-Kinder auch viele Gerüchte über ihre strenge Erziehung. In der Sendung '3nach9' bezeichnete Maite Kelly das Familienoberhaupt als "ziemlich spießigen Lehrer", der die Hippie-Ideologie der 60er tatkräftig umgesetzt habe, und nannte ihn einen "liebevollen Patriarchen". Es habe feste Regeln gegeben, zwischen denen allerdings "absolute Freiheit" herrschte. Heute ist die Musikerin froh über die Grenzen, die ihr in jungen Jahren gesetzt wurden. "Ich glaube, es ist besser einen Vater zu haben, der vielleicht zu streng ist aus Liebe, weil er sich einfach für dich interessiert, als einen Vater, der dich ignoriert", sagte sie.

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Die vielleicht übertriebene Fürsorglichkeit ihres Vaters erklärt sich die gebürtige Berlinerin mit dem frühen Verlust ihrer Mutter. "Meine Mutter ist sehr jung gestorben und jedes Kind von uns war ein letzter Teil von meiner Mama", erklärte sie. Deswegen habe ihr Vater nicht loslassen können. Er hatte Angst, dass den Kindern etwas passiert. Als ihr Auszug aus dem heimischen Nest bevorstand, habe das ihren Vater sehr mitgenommen. "Und er konnte nichts machen. Das war das erste Mal, dass ich meinen Vater wirklich hilflos sah. Das war vorher nie so. Der hat nie gezeigt, dass er doch auch selber manchmal Angst hat."

Als weibliches Nesthäkchen musste sich die Blondine darüber hinaus gegen sieben Brüder durchsetzen, die an ihr rumnörgelten und sie ärgerten. "Deswegen habe ich auch so eine große Schnauze entwickelt, als Verteidigungsmechanismus. Ich würde sagen, ich war so ein bisschen wie das tapfere Schneiderlein - ich hatte gleich sieben auf einen Streich", lachte sie. Für den Film 'Das Märchen von der Prinzessin' hat die Künstlerin den Soundtrack geschrieben. In dem Kinderfilm geht es um eine eine Prinzessin, die sich so gar nicht prinzessinnenhaft verhält. Damit kann sich Maite Kelly gut identifizieren. "Genauso war ich auch. Mit meinen Kleidchen hatte ich trotzdem immer Gummistiefel an und ich wollte am liebsten nur mit den Jungs … also Puppen haben mich nicht interessiert."

Und wenn das Märchen von ihr handeln würde, wie würde es beginnen? Es war einmal … "… ein kleines dickes Mädchen, das trotzdem den Prinzen abbekommen hat", scherzte Maite Kelly, die seit 2005 glücklich mit Florent Raimond verheiratet ist.

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