Kevin Spacey: Fernsehbosse sind zu faul

Schauspieler Kevin Spacey rügte die TV-Verantwortlichen, die sich nicht genug um neue Talente kümmern würden.

Kevin Spacey (54) nahm sich bei einer Rede die Mächtigen der Fernsehbranche vor.

Der Schauspieler ('American Beauty') sprach gestern beim internationalen Fernsehfestival in Edinburgh und drängte dabei die TV-Bosse, ihre Sichtweise zu ändern. Die Zukunft des Fernsehens liege in On-Demand-Diensten wie dem amerikanischen Anbieter Netflix, das seine Serie 'House of Cards' ausgestrahlt hat. Die Bosse würden sich zu sehr auf ihren Lorbeeren ausruhen. "Ich rede hier nicht über alle. Es gibt Bosse, die das verstehen, aber es sind zu wenige. Die Leute sind zu faul. Man muss seinen Hintern hochbekommen und sich umschauen. Wenn man da nicht mitmacht, entdecken andere die Talente."

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Kevin Spacey glaubt auch, dass sich die Struktur von Fernsehserien geändert habe - die Zeit der Cliffhanger-Episoden sei vorbei. Außerdem denkt er, dass Filme bald gleichzeitig im Kino und im Internet veröffentlicht werden. Diese Veränderung in der Branche würde ihm zugutekommen, denn er habe sich auch als Darsteller immer nach Veränderung umgeschaut. Der Amerikaner zog vor zehn Jahren nach London und leitet dort das berühmte 'Old Vic'-Theater - dies habe seine Laufbahn "komplett verändert".

Den Verantwortlichen der TV-Branche riet er, sich um die jungen Leute zu kümmern - DVD-Sets seien immer populärer und wenn die Teenager sich mehrere Episoden hintereinander anschauen wollen, dann sollten sie auch die Gelegenheit dazu bekommen. Dann lobte der Filmstar noch Lena Dunham (27, 'Girls') als großes Vorbild für die Jugend: "Wir leben nicht mehr in einer Welt, wo man sich entscheiden muss, ob man Schauspieler, Regisseur, Produzent oder Autor werden möchte - die Kids, die mit YouTube aufwachsen, können dies alles zusammen sein. Wir müssen sie davon überzeugen, dass sie auch einen Platz im Mainstream haben. Wir müssen Raum schaffen für diese eigensinnigen Genies, die alles können und ihnen muss die Tür geöffnet werden - den Lena Dunhams dieser Welt."

Der zweifache Oscar-Preisträger rügte das moderne Filmgeschäft und kritisierte dabei besonders den Schnitt. Manchmal sei das Endprodukt einer Produktion total anders, als er beim Drehen gedacht habe. "Filme können sich manchmal wie kleine Appetithappen anfühlen, aber man geht trotzdem hungrig nach Hause", wetterte Kevin Spacey.

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