K.-o.-Tropfen: Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Im "Tatort: Die letzte Wiesn" werden Oktoberfest-Besucher mit K.-o.-Tropfen vergiftet. Da stellt sich die Frage: Wie realistisch die Gefahr?

Im "Tatort: Die letzte Wiesn" hatten die Münchner Kommissare Leitmayr und Batic - seit 1991 gespielt von Udo Wachtveitl, 56, und Miro Nemec, 61, - einen Fall zu klären, der pünktlich zum Start des Oktoberfestes nachdenklich stimmt. Denn in diesem Sonntagskrimi wurden zahlreiche Wiesn-Besucher mittels K.-o.-Tropfen, auch Liquid Ecstasy oder GHB genannt, vergiftet. Obwohl im Krimi ausschließlich Männer von den Attacken betroffen waren, betrifft das Thema in der Realität vor allem Frauen. Doch wie groß ist diese Gefahr auf der echten Wiesn wirklich?

Von der Münchner Polizei gibt es dazu keine konkrete Antwort, denn solche Angaben seien in der Statistik nicht erfasst, wie es heißt. Eine leichte Entwarnung gibt es dagegen von der Aktion "Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen": "In den letzten Jahren konnten wir keine drastische Zunahme von K.-o.-Tropfen auf der Wiesn beobachten", ist auf deren Website zu lesen. Trotzdem haben die Sicherheitsbeauftragten ein paar simple Benimm-Ratschläge zusammengestellt:

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©Gala

So sollte man sein Getränk immer im Auge behalten, damit niemand die farb-, geruch- und größtenteils geschmacklosen Substanzen hineinschütten kann. Wer zur Toilette muss, bittet am besten eine Freundin oder einen Freund, auf das Getränk aufzupassen. Außerdem sollte man sich Bier und Co. immer nur direkt von der Bedienung geben lassen. Wer sich von jemandem einladen lassen möchte, sollte beim Kauf des Getränkes dabei sein, heißt es in der Empfehlung weiter. Am besten sei es aber, ausreichend Geld zum Wiesn-Besuch mitzunehmen, sodass man sich selbst mit Getränken versorgen könne.

Lähmung, Kraftlosigkeit, Hilflosigkeit, Blockade, Mitteilungsunfähigkeit, Willenlosigkeit und anschließender oft mehrstündiger "Filmriss" oder "Blackout" - wer eine der Wirkungen von K.-o.-Tropfen rechtzeitig bemerkt, solle sich schnellstmöglich an die Sicherheitskräfte im Zelt wenden, rät die Aktion "Sichere Wiesn". Wenn das die "Amperbräu"-Besucher im "Tatort" nur auch schon beherzigt hätten...

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