Jürgen Klopp: Der wahre Grund heißt Oli Pocher

Jürgen Klopp wird Borussia Dortmund verlassen - auch die Stars sind ratlos. Nur Oli Pocher meint auf Twitter, den wahren Grund zu kennen.

Mit einer schnöden Pressekonferenz hat sich am Mittwoch das Ende einer Fußball-Ära angekündigt: Jürgen Klopp, 47, Meistertrainer und TV-Liebling, wird zum 1. Juli seinen Job bei Borussia Dortmund quittieren - nach ganzen acht Jahren als sportlicher Kopf des Kultvereins. Diese Nachricht traf die deutschen Fußballfans unerwartet. Auch die Stars aus Fernsehen und Pop zeigten sich auf Twitter perplex. Nur einer meinte mal wieder, die Wahrheit zu kennen.

Selbstverständlich war es der vorlaute Spaßmacher Oliver Pocher, 37. Und wenn Pocher der Weisheit letzten Schluss verkündet - kann er nur sich selbst meinen. "Breaking News: Der wahre Grund", lärmte der 37-Jährige auf seinem Twitter-Account - und fügte eine Abbildung seiner selbst mit Jürgen Klopp im Hintergrund an. Trotz des Hashtags "#Trainerkarussell" darf aber bezweifelt werden, ob Pocher wirklich Klopps Nachfolger wird. Das Bild dürfte aus der Sat.1-Show "Das Duell - Alle gegen den BVB" aus dem Jahr 2013 stammen.

Gedanken über Personalrochaden machte sich unterdessen auch Hans Sarpei (38, "Das "L" steht für Gefahr") - der Ex-Schalker genoss offenbar die Turbulenzen beim Erzrivalen aus Dortmund, statt sich auf seinen nächsten Auftritt bei "Let's Dance" vorzubereiten. "Tuchel für Klopp, Labbadia für Knäbel. Wenn es so weiter geht, beerbt heute Nachmittag Gerhard Schröder Angela Merkel", orakelte der wortgewaltige frühere Profi mit Blick auf den kurz zuvor verkündeten Trainerwechsel beim Hamburger SV. Ob tatsächlich Gerhard Schröder zurückkehren wird, bleibt aber wohl abzuwarten - schließlich ist auch noch nicht beschlossene Sache, dass Trainer Thomas Tuchel beim BVB anheuert.

Matze Knop muss ausmisten

Ein wenig näher an der Realität blieb der ebenfalls orakelnde Pop-Sänger Tim Bendzko (30, "Unter die Haut"). "Nicht dass dann alle wieder überrascht sind: Nach Pep kommt Klopp!", postete er auf Twitter. Der Hashtag "bendzkorakel" könnte für eine gewisse Ambition in Sachen Fußballvorhersagen sprechen - vielleicht sollte sich Bayern-Trainer Pep Guardiola also in Acht nehmen. Der sonst stets schlagfertige Dschungelcamp-Gagautor Micky Beisenherz, 37, blieb hingegen wortkarg und attestierte der Bundesliga lediglich eine voll funktionsfähige "Trainerzentrifuge".

Stimmenimitatoren-Ulknudel Matze Knop, 40, - der gerne auch in Verkleidung Klopp in seinem Programm nachahmt - sah sich vor ein anderes Problem gestellt: "Was mache ich jetzt mit den ganzen Perücken?", fragte er sich auf dem Kurznachrichtendienst.

Dieses simple logistische Problem wurde freilich am Nachmittag in den Schatten gestellt von den Schwierigkeiten des britischen Journalisten Ben Bloom. Er wohnte im Auftrag des "Telegraph" in Dortmund der Pressekonferenz zu Klopps Rückzug teil - und musste bestürzt feststellen, dass auf dem Podium Deutsch geredet wurde. Eine Sprache, die er nicht versteht. Blooms galgenhumoriger Liveticker zum kauderwelschigen Event mutierte zum wahren Socialmedia-Hit am Mittwoch.

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