Javier Bardem Kein Flirt mehr mit dem Schmerz

Javier Bardem
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Schauspieler Javier Bardem findet es gefährlich, sich zu sehr in einen düsteren Charakter zu versenken - man könnte steckenbleiben

Javier Bardem (44) geht düstere Gestalten jetzt mit mehr Vorsicht an.

Der Schauspieler ('Skyfall') hat im Laufe seiner Karriere schon einige finstere Figuren gespielt und er weiß, wie gefährlich es sein kann, sich zu sehr mit ihnen zu beschäftigen: "Ich muss konzentriert und sehr gut vorbereitet sein. Ich mache es und dann muss ich mich wieder rausziehen", beschrieb der Spanier 'Total Film' den Prozess vor und nach einer extremen Rolle. "Denn wenn ich zulange in der Figur bleibe und ein wenig mit dem Schmerz, mit der Dunkelheit und dem Unbekannten flirte, dann erwischt es mich. Man muss sich respektieren, um sein Handwerk respektieren zu können; es lohnt sich nicht, sich wegen der Kunst vollkommen zu verlieren. Das ist keine Kunst. Kunst passiert, wenn du zwischen den Welten wechseln kannst."

Javier Bardem heiratete 2010 seine Kollegin Penélope Cruz (39, 'Volver') und hat mit ihr den zweijährigen Leo und die drei Monate alte Luna. Seit er eine Familie hat, konzentriert sich der Oscar-Preisträger auf seine Lieben und hält sich bei seinen Rollen zurück. "Man kann so eine Rolle am nächsten Tag nicht einfach hinter sich lassen. Ich bin jetzt Vater, also muss ich es entspannter angehen lassen. Es ist toll, Fiktion zu erschaffen, denn man kann in der Fiktion manchmal die Wahrheit über sich, die Welt und andere Leute erfahren. Aber nun ist die Wahrheit in meinem Leben eine andere und zwar eine echte. Deshalb gehe ich jetzt eine Rolle anders an. Und diese Einstellung macht es besser. Ich sehe Kunst nicht als etwas an, für das man sich in Gefahr bringen sollte. Man muss etwas machen können, aber auch wieder zurück zu sich selbst finden. Man muss durch diesen Prozess durch", philosophierte Javier Bardem über die Schauspielkunst.

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