Jan Böhmermann: Erdogan gibt noch nicht auf

So ganz kann Jan Böhmermann wohl noch nicht aufatmen: Der türkische Staatspräsident Erdogan will den Satiriker weiter vor Gericht ziehen.

Das monatelange Gezerre um Jan Böhmermanns (35, "Alles, alles über Deutschland") "Schmähkritik" über den türkischen Staatspräsidenten Recep Erdogan schien eigentlich schon zu einem - für Böhmermann - versöhnlichen Ende gekommen: Am vergangenen Dienstag stellte die Staatsanwaltschaft Mainz das Verfahren wegen Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhaupts gegen ihn offiziell ein. Zu einem schnellen Ende will Erdogan die Angelegenheit allerdings offenbar nicht kommen lassen. Er will den Fall neu aufrollen lassen.

Erdogans Rechtsanwalt habe im Namen des Politikers Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens eingelegt, teilte die Staatsanwaltschaft Mainz am Montag mit. Über Wiederaufnahme oder definitive Einstellung des Verfahrens habe nun die Staatsanwaltschaft Koblenz zu entscheiden.

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Erst am Mittwoch hatte sich Böhmermann nach der Entscheidung der Mainzer Staatsanwaltschaft erleichtert geäußert - aber auch seine Kritik an Erdogan und der türkischen Regierung bekräftigt. "Im Vergleich zu dem, was kritische Journalisten, Satiriker oder Oppositionelle in der Türkei damals oder auch jetzt gerade durchmachen, ist das ganze Theater um die "Böhmermann-Affäre" schon wieder ein großer, trauriger Witz für sich", sagte der ZDF-Satiriker in einem Video-Statement.

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