Ingo Naujoks Ich spiele gerne gescheiterte Existenzen

Ingo Naujoks
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Darsteller Ingo Naujoks verriet, warum er die Gastrolle in der Vorabendserie 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten" annahm.

Ingo Naujoks (51) nahm die Gastrolle in 'Gute Zeiten, schlechte Zweiten' an, weil ihn die Figur faszinierte.

Der Schauspieler ('Schade um das schöne Geld') ist ab heute Abend in der RTL-Serie zu sehen. Gegenüber 'Promiflash' verriet der Star, was ihn an dem Part reizte. "Ich habe eine Rolle angeboten bekommen, als Gastrolle, die mich ziemlich interessiert hat, weil ich auch gerne Menschen spiele, die von der Gesellschaft, naja, ausgebuht, oder am Rande der Gesellschaft sind und da nicht mehr richtig reinkommen", erzählte der gebürtige Bochumer.

In der Soap verkörpert er den Vater von Max Krüger, genannt Tuner, der von Thomas Drechsel (26, 'Elementarteilchen') dargestellt wird. "Dieser Typ ist ein Elvis-Imitator, der seine Familie verlassen hat und jetzt kein gerades Kreuz hat, um sich da zu entschuldigen, eine ganz arme Wurst", urteilte Naujoks über seinen Charakter. Er selbst kann sich so ein Verhalten nicht erklären. "Wenn man sich vorstellt, ich bin selbst Familienvater, und du verlässt dein Kind, das im Bauch der Mutter ist, und hast einfach nicht den Ar*** in der Hose zurückzukommen und die Sache gerade zu stellen, triffst ihn dann zufällig auf der Straße, hast die Chance, jetzt alles klar zu machen, und versagst schon wieder, weil du einfach nicht das Herz in der Hose hast, zu sagen, 'Junge, ich hab einen Fehler gemacht' ..."

Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen war es dem Deutschen eine große Freude, seine Figur zu spielen. "Mir hat das Riesenspaß gemacht, da eine Rolle zu spielen, die mir sonst so nicht angeboten wird. Ich habe mir dafür extra die Haare schneiden lassen, damit der eben genau anders aussah als der normale Elvis. Und ich muss offen zugeben, das Ergebnis ist echt anrührend", verriet Ingo Naujoks.

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