Hugh Laurie Froh über weniger Rampenlicht

Hugh Laurie
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Schauspieler Hugh Laurie freut sich, dass er nicht mehr für 'Dr. House' vor der Kamera steht und somit weniger öffentliche Aufmerksamkeit bekommen wird.

Hugh Laurie (53) findet es gut, dass seine Serie 'Dr. House' vorbei ist und er jetzt ein normaleres Leben führen kann.

Der Schauspieler ('Sinn und Sinnlichkeit') kassierte umgerechnet 190.000 Euro pro Folge, als er den genialen, dafür stets schlecht gelaunten Arzt spielte. Auf dem Höhepunkt seiner Popularität konnte der Brite nicht mehr einkaufen gehen und fuhr in Autos herum, deren Fenster abgedunkelt waren. Mittlerweile sei es aber besser geworden, wie der Serienstar dem Magazin 'Radio Times' berichtete: "Einer der Vorteile, wenn man nicht mehr wöchentlich im Fernsehen erscheint, ist die Tatsache, dass die Leute weniger daran interessiert sind, was ich in meinem Einkaufskorb habe. Ich konnte sogar meine Wagenfenster entfärben, sie zumindest ein wenig heller machen", grinste Hugh Laurie und schob noch eine Metapher hinterher: "Wenn das Schiff sinkt, dann rollen die Wellen ganz schnell darüber und die Aufmerksamkeit zieht woanders hin. Es ist eine natürliche Sache im Fernsehgeschäft und so sollte es auch sein."

Der Darsteller wurde nach dem Ende von 'Dr. House' mit Drehbüchern überhäuft, die alle so ähnlich wie die seiner Serie waren. Der dreifache Vater wird im nächsten Jahr an der Seite von George Clooney (51, 'Syriana') in 'Tomorrowland' zu sehen sein und sehnt sich nach Projekten, die ihn nicht vor der Kamera zeigen. "Ich möchte etwas machen, wo ich meine eigenen Klamotten tragen kann. Es ist schon eine komische Sache, wenn man zur Arbeit geht und immer die Sachen von jemand anderen trägt. Als House hatte ich eine falsche Geldbörse mit falschem Geld, falsche Schlüssel, die nichts öffneten und eine falsche Uhr, die eine falsche Uhrzeit zeigte. Ich kann nur sagen, dass ich jetzt einige Sachen für mich entwickele, die ich sehr aufregend finde."

Laurie sprach in der Vergangenheit oft darüber, wie anstrengend die acht Jahre als Dr. House waren. Es waren meistens über 20 Episoden, die er pro Staffel filmte - oft arbeitete er 16 Stunden pro Tag. Außerdem lebten seine Frau Jo Green und seine drei Kinder in London, während er in den USA drehte. Aber der Hollywoodstar hielt durch: "Wenn man es jetzt betrachtet, ist es absurd. Einfach lächerlich! Schließlich habe ich da nur herumgespielt und Geschichten mit netten Leuten erzählt. Was soll denn daran so einengend sein? Aber die Wiederholung der Routine, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr kann schon zu einem Alptraum werden. Ich hatte ein paar dunkle Zeiten, düstere Tage, wo es kein Entkommen gab … es gab Zeiten, in denen ich dachte, wenn ich jetzt auf dem Weg zum Studio einen Unfall habe und dann ein paar Tage im Bett liegen muss, wäre das doch eine tolle Sache", erinnerte sich Hugh Laurie mit Schaudern an die anstrengenden Dreharbeiten.

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