Heiner Lauterbach: Was er sich für seine Tochter Maya wünscht

Heiner Lauterbach und seine Tochter Maya haben zusammen einen Thriller gedreht. Wie es am Set war, erklären die beiden im Doppel-Interview.

Es ist zwar nicht die erste Rolle von Maya Lauterbach (14, "Andersrum"), aber schon eine ganz besondere. Der zweiteilige TV-Thriller "Spuren der Rache" (2.2./4.2., 20.15 Uhr, das Erste) ist alles andere als ein Kinder- oder Teeniefilm. Ihr Vater, Heiner Lauterbach (63, "Willkommen bei den Hartmanns"), spielt darin einen Berliner Beamten, der den Mörder seiner Familie in Marokko zur Rechenschaft ziehen will... Dass Maya Lauterbach "die Tochter von" ist, daran denkt man in keiner Szene. Was Heiner Lauterbach von ihrem naheliegenden Berufswunsch "Schauspielerin" hält, und wie es zusammen am Set war, erzählen die beiden im Doppel-Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Heiner Lauterbach am Set und privat. Worin liegt der größte Unterschied, Maya?

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©RTL / Gala

Maya Lauterbach (ML): Am Set ist er im Arbeitsmodus und etwas ernster. Da können wir nicht die ganze Zeit Spaß haben. Zuhause ist es natürlich lockerer. Am Set ist der Papa einfach ein Kollege. Das muss man unterscheiden können. Richtig groß ist der Unterschied aber nicht.

Unplanmäßige Lacher gab es aber schon mal?

ML: Ja, auf jeden Fall.

Heiner Lauterbach (HL): Ja, Maya musste schon mal lachen. So ein bisschen Giggeln gehört aber dazu. Das ist normal.

Lachen ist aber auch generell ein Thema bei Schauspielern, oder?

HL: Ja. Es ist ein Zeichen von Nervosität, die irgendwie raus muss. Und da ist Lachen ein Ventil. Das kennen auch ganz erfahrene Schauspieler. Schlimmer als am Set ist es aber am Theater, wenn es eine Stelle gibt, bei der man immer lachen muss. Es ist sehr unangenehm, wenn die Stelle näher kommt. Man möchte ja nicht lachen, weil das unprofessionell ist. Das A und O in unserem Beruf ist aber, die richtige Melange zwischen Lockerheit und Konzentration zu finden. Und auch am Set muss man eine Atmosphäre schaffen, die angenehm und locker ist, in der man sich aber auch konzentrieren kann.

Hat es Sie manchmal überrascht, wie ernsthaft Maya die Schauspielerei betreibt?

HL: Ja, vor allem, wenn es das eigene Kind ist und man es eigentlich von einer ganz anderen Seite kennt. Es gab schon einige Momente, in denen ich mir gedacht habe: "Mensch, wo holt so ein junger Mensch das her?" Es war aber sehr schön, zu sehen, dass es geklappt hat.

Du hast den fertigen Zweiteiler sicher schon gesehen. Wie war es denn, das eigene Gesicht im Film zu sehen?

ML: Für mich war es natürlich eine ganz neue Erfahrung. Denn normalerweise sehe ich ja ganz andere Menschen im Fernsehen. Insofern war ich dann schon ziemlich stolz, auf das, was ich geschafft habe.

Und der Weg könnte auch in Richtung Schauspielerei weitergehen?

ML: Ja.

Hast du schon Schauspielunterricht?

ML: Früher in der Schule ja, aktuell nein.

Willst du nach der Schule auf eine Schauspielschule gehen?

ML: Ja, auf jeden Fall.

Raten Sie ihr dazu?

HL: Weder noch. Entscheidend ist für mich ist, dass sie glücklich wird im Leben und dazu gehört, einen Beruf zu haben, der einen glücklich macht. Ob sie nun Gärtnerin, Bäckerin, Bundeskanzlerin oder Schauspielerin wird, ist mir verhältnismäßig egal. Sie sollte das, was sie macht, gerne und mit Leidenschaft und Freude machen, dann macht sie es auch gut. Das ist für mich das A und O. Und wenn es die Schauspielerei ist: Super! Dann haben wir etwas, wovon wir beide eine Ahnung haben und worüber wir uns gut unterhalten können.

Emma Schweiger ist auch 14, die Tochter eines bekannten Filmemachers und steht vor der Kamera. In einer Doku hat sie unlängst erzählt, dass "die Tochter von" zu sein, nicht immer toll ist. Wie erlebst du das?

ML: Manche denken sicher, dass ich zum Beispiel diesen Film jetzt gemacht habe, weil ich "die Tochter von" bin. Und in gewisser Weise stimmt das ja auch, dass ich das wegen Papa mache, weil er es mir ermöglichen kann. Insofern ist es in Ordnung. Nicht schön wäre aber, wenn jemand sagen würde: "Sie hat kein Talent und kann das nur wegen ihrem Vater machen." Zum Glück sagt das aber keiner.

HL: Natürlich hat sie durch mich die Chance bekommen, in diesem Film mitzuspielen. Wenn sie es aber nicht gekonnt hätte, hätte sie die Rolle nicht bekommen. Da kann sie 1000-mal meine Tochter sein. Das nutzt nichts, wir hätten es nicht durchgekriegt. Denn selbst wenn ich es zugelassen hätte und Niki [Nikolai Müllerschön, Regisseur und Co-Produzent] auch, dann wären da noch andere Instanzen gewesen... [An Maya:] Insofern brauchst du dir da gar keinen Kopf machen.

Mit Til Schweiger sind Sie ja recht gut befreundet. Ist es denn ein Thema zwischen Ihnen beiden, dass beide Töchter auch schauspielern und wie man sie durch die Anfänge hindurchgeleitet?

HL: In den letzten Wochen haben wir uns mal wieder öfter gesehen. Darüber, dass wir jetzt beide Töchter im Film haben, haben wir aber nicht gesprochen. Es ging eher um sein neues Restaurant, den Kinoerfolg von "Willkommen bei den Hartmanns" und eine kleine Rolle in seinem nächsten Film...

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