Hannes Jaenicke: Er verteidigt Bundestrainer Jogi Löw

Schauspieler Hannes Jaenicke kämpft nicht nur für Wildtiere, deutliche Worte findet er auch zum "Hosengriff"-Theater um Trainer Jogi Löw.

Mit dem Frankfurter Schauspieler Hannes Jaenicke (56, "Die große Volksverarsche") ist eigentlich immer gut Kirschen essen, bei bestimmten Themen wird er allerdings sauer. Vor der Kamera zeigt sich das zum Beispiel in seiner Erfolgsdokureihe "Im Einsatz für..." (ZDF), in der er auf drängende Probleme von Wildtieren hinweist - nächste Ausgabe: Delfine (2. August). Hinter der Kamera zeigt sich sein Gerechtigkeitssinn auch bei tagesaktuellen Themen. Von spot on news nach der EM gefragt, gibt er nicht nur seinen Favoriten preis, er äußert sich auch deutlich zum Theater um Jogi Löws, 56, "Hosengriff".

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Hannes Jaenicke: Jetzt wird es langsam spannend. Schon allein, weil Island dabei ist, muss ich jetzt gucken. Und auch dass die Briten nach ihrem Brexit rausgeflogen sind, ist durchaus passend.

Der nächste Gegner für das deutsche Team ist Italien (2.7., 21 Uhr). Wie lautet Ihr Tipp?

Jaenicke: Das ist spannend, das gucke ich auf jeden Fall auch. Ich gehe davon aus, dass die Deutschen weiterkommen.

Und wer gewinnt den EM-Titel?

Jaenicke: Wenn Island jetzt nochmal weiterkommt (3.7., 21 Uhr), bin ich ab sofort Island-Fan - obwohl sie immer noch Wale jagen, was ein Verbrechen ist und verboten gehört. Aber ich bin immer für die Kleinen. Reiche Länder - wie wir - mit unheimlich vielen Einwohnern haben es ja viel leichter.

Welcher Spieler im deutschen Team ist am coolsten?

Jaenicke: Ich komme vom Eishockey und muss mich an das eher betuliche Tempo vom Fußball immer wieder gewöhnen, aber den großen Boateng mit seiner Ruhe finde ich schon unheimlich sympathisch - und spätestens seit Herrn Gaulands Äußerung muss man ja auch Boateng-Fan sein. Jogi Löws Bemerkung, es sei gut, Jerome als Nachbarn zu haben, war großartig...

Apropos, was halten Sie von diesem "Hosengriff"-Theater, das so groß die Runde machte?

Jaenicke: Für uns Medienmacher ist es unendlich peinlich, dass wir nichts Besseres zu berichten haben im derzeitigen Zustand der Welt. Da haben wir uns mal wieder richtig blamiert. Außerdem kenne ich Jogi Löw zufälligerweise und das ist ein wirklich guter und sympathischer Typ. Lasst ihn doch einfach in Ruhe!

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