Gregor Weber Vom 'Tatort' nach Afghanistan

Gregor Weber
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Schauspieler Gregor Weber unterstützt derzeit als Feldwebel den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch.

Gregor Weber (44) ist als Soldat in Afghanistan im Einsatz.

Nachdem der ehemalige TV-Ermittler ('Familie Heinz Becker') 2011 seinen Job als saarländischer 'Tatort'-Kommissar verlor, musste er sich eine andere Arbeit suchen und krempelte dafür sein Leben komplett um. "Ich musste ja weiter mein Geld verdienen", erklärte der gebürtige Saarbrücker der 'Bild'-Zeitung und ergänzte: "Afghanistan war die Chance für etwas völlig Anderes."

Als Gegenreaktion auf sein Serien-Aus will er seine Berufswahl jedoch nicht verstanden wissen, "von so was mache ich mich nicht abhängig", betonte er. Stattdessen hat es ziemlich praktische Gründe, weshalb er sich ausgerechnet im südasiatischen Krisengebiet wiederfindet. "Ich hab einfach einen der Berufe genommen, die ich kann. Ich bin Reservist, wie jeder, der mal Wehrdienst geleistet hat", erzählte er der Publikation. "Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, bei Wehrübungen mitzumachen."

Es folgten Lehrgänge, die den Deutschen auf seine neuen Aufgaben vorbereiten sollten. Außerdem habe er vorab viel mit seiner Familie - seiner Frau und zwei Teenagerkindern - gesprochen. "Ich habe das Gefühl, meiner Familie alles Wichtige gesagt zu haben für den schlimmsten Fall", verriet der Star weiter. Seit April ist der Wahl-Bayer in der Provinz Kunduz stationiert und kümmert sich als Pressefeldwebel um Medienvertreter. Wie zu 'Tatort'-Zeiten die Waffe zücken, musste er bislang noch nicht. "Da gibt es Kameraden, deren Aufgabe gefährlicher ist, die häufiger rausfahren. Das Bewusstsein, dass etwas passieren könnte, ist aber da", gestand Weber. Für den Notfall sei er jedoch vorbereitet. "Sie haben mich getestet: Wie verhält der sich draußen, wie geht der mit der Waffe um? Aber ich trage ja Uniform, das mit dem Kommissar verspielt sich sehr schnell."

Sein vorheriges Berufsleben habe sich auch nicht negativ auf seinen Empfang ausgewirkt, seine Kameraden reagierten "entspannt, viele erkennen mich auch gar nicht", sagte Gregor Weber, der noch bis Juli am Hindukusch bleiben wird.

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