Grammy Awards: Überholt Beyoncé Aretha Franklin?

Bald ist es so weit: Am Sonntag werden mit den Grammy Awards die wichtigsten Musikpreise des Jahres verliehen.

Zum 57. Mal werden am Sonntag, den 8. Februar, in Los Angeles die Grammy Awards verliehen. Dieses Jahr winken die Trophäen in 83 Kategorien, einer mehr als 2014. In der Zeremonie im Staples Center, die mit drei Stunden ohnehin lang genug ist, werden dabei natürlich nur die wichtigsten Preise überreicht. Nominiert werden konnten Veröffentlichungen aus der Zeit vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014. Durch die Show führt zum zweiten Mal Rapper LL Cool J.

Die Spitzenreiter: Beyoncé und Sam Smith

Tränen vor laufender Kamera

Plötzlich überrollen sie die Emotionen

Mirja du Mont
Mirja du Mont erlitt 2018 einen schweren Hörsturz und hatte danach mit akuten Angststörungen zu kämpfen. Mit Hilfe ihrer Familie schaffte es das Model, diese schwere Zeit zu überstehen.
©RTL / Gala

Eine klare Favoritin ist Beyoncé, die für sechs Grammys nominiert ist, darunter das Album des Jahres ("Beyoncé"), die beste R&B-Performance ("Drunk In Love" mit Ehemann Jay Z) und der beste Musikfilm ("Beyoncé & Jay Z: On the Run Tour"). Die R&B-Queen hat bereits eine stattliche Sammlung der Trophäen im Schrank stehen, mit 17 Awards ist sie die Sängerin mit den drittmeisten Grammys. Wenn sie nur zwei davon gewinnt, überholt sie damit Aretha Franklin, die mit 18 auf Platz zwei liegt. Spitzenreiterin Alison Krauss hat dagegen mit 27 Awards noch ein wenig Vorsprung.

Ebenfalls für sechs Awards nominiert ist Senkrechtstarter Sam Smith, der sich unter anderem Hoffnungen auf die Auszeichnungen als Newcomer des Jahres, die beste Single ("Stay With Me") und das beste Album ("In the Lonely Hour") machen kann. Multitalent Pharrell Williams ist als Solokünstler zwar "nur" vier Mal nominiert (unter anderem mit "G I R L" für das Album des Jahres), hat aber obendrein bei den Alben von Beyoncé und Ed Sheeran als Produzent die Finger im Spiel. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass er nicht "Happy" aus der Verleihung spaziert.

Für den begehrten Newcomer-Preis sind neben Smith Rapperin Iggy Azalea, Country-Sängerin Brandy Clark und die Bands Bastille und Haim im Rennen. In der Spoken-Word-Kategorie könnte es einen posthumen Award für Komikerin Joan Rivers für das Hörbuch "Diary of a Mad Diva" geben. Deutsche Nominierungen gibt es in erster Linie aus dem Klassik-Bereich zu vermelden, hier können etwa für das SWR Sinfonieorchester und die Staatskapelle Dresden die Daumen gedrückt werden.

Schräge Duette und ein spätes Debüt: Die Performances

Zu den Highlights jeder Grammy Verleihung gehören natürlich die Live-Auftritte, bei denen die Stars in oftmals ungewöhnlichen Konstellationen auftreten. So soll etwa Ed Sheeran mit den Altrockern ELO sowie einer Allstar-Band aus Herbie Hanckock, John Mayer und Questlove auf der Bühne stehen. Sam Smith liefert sich ein Duett mit Mary J. Blige, Shootingstar Hozier singt mit Annie Lennox und Rihanna mit Paul McCartney und Kanye West.

Als historisch darf auch der Auftritt der Hardrocker AC/DC gelten, die nicht nur zum ersten Mal überhaupt die Grammys rocken, sondern sich dabei auch erstmals ohne den demenzkranken Ur-Gitarristen Malcolm Young der Öffentlichkeit präsentieren. Auch sonst geben sich Stars wie Madonna, Katy Perry, Usher und Pharrell Williams die Klinke in die Hand. Sich die Grammy-Nacht reinzuziehen, lohnt sich also in jedem Fall, ganz unabhängig davon, wer die Preise abstaubt.

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