George R. R. Martin Kult-Autor kämpft für Flüchtlinge

George R. R. Martin beschäftigt momentan mehr sein nächstes Buch. Das Schicksal der syrischen Flüchtlinge, zum Beispiel.

Eigentlich wollte sich George R. R. Martin, 67, zurückziehen, um in Ruhe den neuen Teil seiner Fantasy-Saga "Das Lied von Eis und Feuer" zu schreiben, auf dem die Kult-Serie "Game of Thrones" beruht. Das Buch musste aber nun kurz zurückstehen, das wahre Leben beschäftigt den Schriftsteller offenbar im Moment mehr. In seinem Blog auf "LiveJournal" sprach er sich dafür aus, syrische Flüchtlinge in den USA aufzunehmen.

Donald Trump und viele Gouverneure "liegen falsch, falsch, falsch", schrieb Martin. "Die syrischen Flüchtlinge sind genauso Opfer von ISIS wie die Toten in Frankreich." Die US-Republikaner hatten zuvor von US-Präsident Barack Obama gefordert, Pläne, syrische Flüchtlinge in die USA zu holen, zurückzunehmen. In seinem Post zitiert Martin das Gedicht "The New Colossus" von Emma Lazarus mit den berühmten Zeilen "Gebt mir eure Müden, eure Armen, eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren". Eine Bronzetafel mit dem Text hing bis zur Renovierung 1986 im Innern des Sockels der Freiheitsstatue, seither befindet sie sich im Statue of Liberty Museum.

Die Statue, ein Geschenk Frankreichs, ist laut Martin ein bedeutendes Symbol. Zusammen mit dem Gedicht zeige sie, was diese Nation von Einwanderern ausmache. Er frage sich, ob all die Gouverneure und Abgeordneten, die dafür sind, die syrischen Flüchtlinge nicht hereinzulassen, jemals die Statue besucht hätten oder diese Worte gelesen haben. Wenn ja, hätten sie diese sicher nicht verstanden, so der Autor. "Lasst sie rein", fordert George R. R. Martin in Bezug auf die Flüchtlinge. Und er diskutiert darüber auch fleißig mit seinen Fans. Über 300 Kommentare zu seinem Post sind schon eingegangen.

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