Friederike Kempter Schauspielerin versteht den "Tatort"-Hype


Friederike Kempter kennen die meisten als Assistentin im Münster-"Tatort". Darum kann sie den Hype um den Sonntagskrimi gut verstehen.

Blond, klug und gern gesehen ist Schauspielerin Friederike Kempter (35, "SaySaySay") nicht nur als Assistentin Nadeshda Krusenstern (seit 2002) an der Seite von Prof. Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Thiel (Axel Prahl) im beliebten Münster-"Tatort". Für große Lacher sorgte die in Stuttgart geborene Künstlerin auch von 2008 bis 2012 als Ensemblemitglied in Anke Engelkes Erfolgs-Comedyserie "Ladykracher" (2001-2013).

In einer ganz anderen Rolle ist sie am heutigen Freitagabend zu sehen. In "Vier kriegen ein Kind" (6.3., 20.15 Uhr, das Erste) spielt sie die Zahntechnikerin Steff, die sich nichts sehnlicher wünscht als ein Baby mit ihrer Lebenspartnerin, der Literaturdozentin Neele (Christina Hecke). Was Kempter über das spannende und sehr zeitgemäße Thema Regenbogenfamilien denkt, hat sie im Interview mit spot on news verraten.

Wie wichtig ist es für Sie, Rollen außerhalb des "Tatorts" bzw. keine Ermittlerin/Polizistin zu spielen?

Friederike Kempter: Das macht meinen Beruf interessant, dass ich verschiedene Menschen mit verschieden Geschichten spielen kann.

Was halten Sie von dem Hype, der inzwischen um den Sonntagskrimi herrscht?

Kempter: Ich finde es bemerkenswert, dass sich halb Deutschland sonntags um den Fernseher versammelt. Aber ich verstehe das. Es macht doch Spaß, montags mit den Kollegen und Freunden über die Ermittler und ihre Fälle zu diskutieren.

Was halten Sie von Regenbogenfamilien?

Kempter: Find ich gut.

Was ist für Sie die wichtigste und berührendste Message im Film "Vier kriegen ein Kind"?

Kempter: Menschen, die so für ihr Glück kämpfen gegen alle Widerstände, und die sich nicht kleinkriegen lassen trotz aller Niederlagen, berühren mich immer. Und ich finde, es spielt überhaupt keine Rolle, ob Eltern aus zwei Müttern oder zwei Vätern oder welcher Konstellation auch immer bestehen, so lange ein Kind geliebt wird.

Homosexuelle Paare müssen sich andere Wege zum Kind ausdenken: Samenspende, Adoption etc. Welche finden Sie in Ordnung?

Kempter: Erst mal: alle. Wichtig finde ich nur, dass ein Kind das Recht darauf hat, zu erfahren, wo seine genetischen Wurzeln sind.

Was halten Sie von Reproduktionsmedizin?

Kempter: Wenn Sie damit die Möglichkeiten meinen, ungewollt kinderlosen Paaren zu einem Kind zu verhelfen: gut!

Was macht eine gute Mutter für Sie aus?

Kempter: Ein Kind zu lieben, dessen Persönlichkeit zu respektieren und so gelassen zu sein, dass es eigene Erfahrungen machen kann. Und es am Ende zu unterstützen, mutig in die Welt hinaus zu ziehen.

Was ist Ihr "weicher, Halt gebender Fels" (Filmzitat)?

Kempter: Meine Familie. Mein Freund. Meine Freunde.

SpotOnNews

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