Dieter Hallervorden Politische Wünsche

Dieter Hallervorden
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Komiker Dieter Hallervorden hofft als politisch interessierter Mensch auf Veränderungen

Dieter Hallervorden (78) wünscht sich eine friedliche Lösung im palästinensisch-israelischen Konflikt, die Wertschätzung der persönlichen Freiheit und einen Aufschwung fürs Theater.

Der Schauspieler ('Das Mädchen und der Tod') ist seit dem 10. Oktober in den deutschen Kinos mit seinem neuesten Film 'Sein letztes Rennen' zu sehen. In einem Interview mit 'Zeit Online' sprach der Star über einige seiner Wunschvorstellungen im Hinblick auf politische Veränderungen. Einer seiner Wünsche sei eine friedliche Lösung im palästinensisch-israelischen Konflikt: "Dass die israelische Regierung begreift, dass es notwendig ist, den Wohnungsbau in den besetzten Palästinensergebieten zu beenden und das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat anzuerkennen; davon, dass es den Palästinensern gelingt, ihre Interessen ausschließlich mit Diplomatie zu vertreten. Und ich träume davon, dass es in Deutschland möglich ist, Teilen der israelischen Regierung einen Verstoß gegen UN-Resolutionen und die Menschenrechte vorzuwerfen, ohne gleich in den Verdacht zu geraten, Antisemit zu sein", erklärte er.

Als ehemaliger DDR-Bürger, der einprägsame Erfahrungen mit einem autoritären Regime gemacht hat, legt der gebürtige Dessauer besonders viel Wert auf die persönliche Freiheit: "Des Weiteren wünsche ich mir, besonders in Wahljahren, dass sich die deutschen Wähler daran erinnern würden, dass die persönliche Freiheit, die Möglichkeit, ungestraft seine Meinung zu sagen, eines der wichtigsten Güter für einen Menschen darstellt. Ich wünschte, dass sie darüber nachdächten, wer dieses Gut der freien Meinungsäußerung in den vergangenen Jahrzehnten glaubwürdig vertreten hat", berichtete er weiterhin.

Schließlich kritisierte der Theaterliebhaber das Fernsehen, dass für ihn "ein Unterhaltungsmedium für Familien, die nicht mehr so richtig miteinander umzugehen wissen" ist. Er wünschte sich, dass die Menschen wieder häufiger ins Theater gehen. So steht der Darsteller auch selbst lieber auf der Bühne: "Die Bühne bevorzuge ich bei weitem. Denn Theater ist die Keimzelle unseres Berufs. Alles andere ist durch Technik später dazugekommen. Film macht natürlich Spaß - und man muss auch drehen, um im Gedächtnis zu bleiben: Im Theater erreiche ich 470 Zuschauer, mit einem guten Kinospiel vielleicht 800.000. Das ist wichtig für den Marktwert. Gerade wenn man Theaterkarten verkaufen will, muss man heute mit bekannten Namen arbeiten, weil die Zuschauer oft nicht mehr neugierig sind - und zwar im eigentlichen Wortsinn: gierig, Neues zu entdecken. Die kaufen ihr Ticket, weil sie Leute sehen wollen, die sie vom Fernsehen kennen. Das finde ich ungerecht, weil ich viele gute Kollegen kenne, die es schwer haben sich durchzusetzen, obwohl sie sehr begabt sind", berichtete Dieter Hallervorden in einem früheren Interview gegenüber 'Merkur Online'.

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