Daniela Katzenberger: Kommt der Karriereknick?

Die "Katze" ist bei VOX nicht mehr gefragt: Der Sender will keine neue Doku mit Daniela Katzenberger drehen. Wie geht es nun weiter?

Gar nicht so lange her, da war Daniela Katzenberger (28, "Katze küsst Kater") das ungewöhnliche Gesicht des deutschen TV. Mit etwas zu hoch angesetzten Augenbrauen, einem fröhlichen Flöten auf den Lippen - und ziemlich bemerkenswerten Quoten. Diese Zeiten scheinen vorbei. Die Brauen sind korrigiert, die Fanschar dezimiert. Und Katzenbergers Haus- und Hofsender VOX will keine neue Personality-Doku mit dem blonden Star mehr drehen. Das hat eine Sprecherin am Dienstag der Nachrichtenagentur spot on news bestätigt. Der schnöde Grund: Die letzten beiden Shows haben die "Quotenerwartungen leider nicht erfüllt".

Trotz Gesprächen mit der "Katze" sei man "zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Personality-Doku mit Daniela Katzenberger nicht zur aktuellen Programmstrategie von VOX passt", heißt es trocken. Als Bonus gibt es den Standardsatz aller beruflichen Trennungen: "Sollte Daniela bei anderen Sendern die Möglichkeit für eine eigene Sendung bekommen, freuen wir uns sehr für sie und wünschen ihr alles Gute."

Elena Miras

"Ich bin mega überrascht, dass ich gehen musste"

Elena Miras
Gerade erst hat Elena Miras einen Brief von ihrer Familie bekommen, um Kraft zu tanken und weiter zu machen, und schon muss sie das Camp verlassen.
©Gala

Nur "natürlich blond" lief es so richtig rund

Sender und ihre Stars trennen sich täglich. Ein bisschen mehr als eine Allerweltsmeldung ist das Aus für Katzenberger bei VOX aber dennoch. Schließlich hatte ihr Aufstieg für Erstaunen und noch weiter erhobene Brauen bei den Zuschauern gesorgt - und VOX ein klein wenig, aber doch spürbar, zu einem anderen Rang in der Hierarchie der Privatsender verholfen.

Im Jahr 2010 waren es noch 11,8 Prozent der jüngeren Zuschauer, die die "Katze" bei ihren noch etwas tapsigen TV-Bemühungen in "Natürlich blond" beobachteten. Ende 2014 sahen noch 3,2 Prozent der TV-Zuseher bei "Natürlich schön" zu. Damals mutmaßte die "Bild" - das Blatt, für das sich Katzenberger schon vor ihrem Durchbruch auszog und vielleicht das Zentralorgan der "Katze"-Fans - die TV-Blondine sei mittlerweile einfach zu brav, zu perfekt, zu professionell, um noch große Zuschauermassen vor den Bildschirm zu locken.

Katzenberger hat noch viel vor: Kind, Schauspielerei, Buch?

Und nun? Karriere-Knick? Oder eine Krise als Chance für den Aufbruch zu neuen Ufern? Fest steht: Daniela Katzenberger ist nicht mehr das schaurig-schöne Naivchen aus ihren ersten Fernsehtagen. Und auch die bevorstehende Geburt wird die gutverdienende Familienfrau nicht wieder zum skurrilen Püppchen machen - im Gegenteil. Was "Katze" aus ihrem neuen Leben macht, bleibt aber abzuwarten.

Verona Pooth, 46, geborene Feldbusch, gewissermaßen Katzenbergers Vorläuferin im deutschen Fernsehen, ist irgendwann zunehmend von der Bildfläche verschwunden. Aber Daniela Katzenberger ist vielleicht auch in ihrem neuen Ich ein wenig sympathischer, wärmer und bodenständiger als Pooth. Womöglich kann sie daraus Gewinn schlagen - selbst wenn VOX nun keine Doku-Soap zu Schwangerschaft und ersten Kindertagen des gemeinsamen Sprösslings mit Lucas Cordalis, 42, zeigen wird.

"Sie singt englisch!"

Ein paar weiter ausbaubare Talente hat Katzenberger ja auch. Vielleicht nicht unbedingt als Autorin für abseitige Ratgeber, wie mit "Sei schlau, stell Dich dumm" geschehen. Aber eine Sangeskarriere wäre denkbar. Schließlich hat Schwiegerpapa Costa Cordalis (70, "Anita") der "OK!" erst neulich verraten, er wolle die Katze groß rausbringen: "Kein Schlager, sondern etwas ganz anderes. Sie singt englisch!" Der Musikgeschmack der Deutschen könnte diesem Plan entgegenkommen. Einen Top-20-Hit hatte Katzenberger 2010 mit "Nothing's Gonna Stop Me Now" auch schon.

Womöglich klappt es ja sogar als mehr oder minder ernsthafte Schauspielerin. Im Sommer 2014 war Katzenberger schon mal im Ersten in einer Krimikomödien-Hauptrolle über den Bildschirm geflimmert. "Ich habe definitiv Blut geleckt und denke, dass es nicht mein letzter Film sein wird", sagte Katzenberger nach dem Auftritt der Nachrichtenagentur spot on news. Der SWR fand die Quoten damals zwar "nicht überwältigend", aber "durchaus positiv". Und das klingt ja schon mal besser, als die aktuelle Einschätzung ihres Senders VOX.

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