Daniel Brühl: Verständnis für Wikileaks-Aussteiger

Schauspieler Daniel Brühl stellt sich hinter seine Filmrolle, den Wikileaks-Aussteiger Daniel Domscheit-Berg

Für seine zweite Hollywood-Produktion 'Insider Wikileaks- Die fünfte Gewalt' schlüpfte Daniel Brühl ('Rush - Alles für den Sieg') in die Rolle des Wikileaks-Aussteigers Daniel Domscheit-Berg. Anfangs fiel es ihm jedoch nicht leicht, sich ein klares Bild von der Geschichte zu machen: "Dieser Film ist so sehr am Zahn der Zeit und beschäftigt sich mit so vielen akuten, brisanten, relevanten Themen, dass das am Anfang völlig konfus war. Erst dachte ich, ich hätte ein klares Bild. Dann habe ich viele Bücher mit all diesen verschiedenen Perspektiven gelesen und je mehr ich darüber gelesen habe, desto widersprüchlicher wurde es für mich", erklärte er in einem Gespräch mit 'planet-interview.de'.

Schließlich habe er sich aber auf die Seite seiner Figur gestellt: "Ich habe dann gehofft, dass ich meiner Figur vertrauen kann. Das Gefühl, dass ich es mit einem integeren, echten Aktivisten zu tun habe, der vernünftig und verantwortungsvoll ist, stellte sich aber relativ schnell ein. Jeder hat seine Fehler - er hat ja auch zugegeben, seine gemacht zu haben. Da ist keiner frei von Schuld. Aber alles in allem stehe ich zu Daniel und zu dem, wie er sich in dem Konflikt mit Wikileaks und Assange verhalten hat." Im Gegensatz zum Wikileaks-Gründer, der den Film stark kritisierte, habe ihn Domscheit-Berg sehr bei den Dreharbeiten unterstützt und ihm stets bei Fragen zur Verfügung gestanden.

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Mit 'Insider Wikileaks- Die fünfte Gewalt' und 'Rush - Alles für den Sieg', in dem er die Rennfahrer-Legende Niki Lauda (64) verkörpert, feiert Brühl momentan seinen internationalen Durchbruch und Experten spekulieren schon auf einen Oscar. Während des Filmfestivals in Toronto war dann auch die ganze Stadt mit ihm plakatiert - einerseits peinlich für den Star, andererseits ein stolzer Anblick: "Als ich mit meiner Freundin durch die Stadt ging, bin ich immer ein paar Meter vorausgeeilt, sobald ein Plakat kam. Sie hat dann ein Foto gemacht. Ist doch peinlich, wenn dich jemand dabei sieht, wie du dein eigenes Plakat fotografierst! Andererseits möchte ich diese Zeit gerne festhalten", sagte der Schauspieler, der in Berlin auch ein Restaurant betreibt, gegenüber 'spiegel.de und fügte hinzu: "Es ist momentan eine wahnsinnig tolle Phase. In den vergangenen Jahren habe ich zwischendurch auch schon mal gedacht: Wenn das jetzt so weitergeht, mache ich eine zweite Tapasbar auf", schwärmte Daniel Brühl.

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