Christian Tramitz: Keine Lust auf Kasperle-Theater

Schauspieler Christian Tramitz hatte eigentlich nicht vor, Schauspieler zu werden. Von denen gab es in seiner Familie nämlich schon genug, fand er.

Christian Tramitz (57) wollte eigentlich nicht in die Fußstapfen seiner Familie treten.

Der Star ('Sushi in Suhl') ist der Sohn eines Filmproduzenten und Enkel des österreichischen Schauspielers Paul Hörbiger (†86) - optimale Voraussetzungen also für eine Karriere vor der Kamera. Der gebürtige Münchner sah das jedoch zunächst anders. "Ich wollte nicht das Gleiche tun, was die ganze Familie machte. Wir hatten schon so viel Kasperle, dass ich dachte, es braucht nicht noch einen weiteren", verriet er im Interview mit 'Filmreporter.de'.

Cathy Hummels

"Mein größter Wunsch war es, auf einem Pferd zu sitzen"

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©Gala

Zum Glück änderte Tramitz seine Meinung und kann heute auf eine erfolgreiche Showbiz-Karriere zurückblicken. Mit den Brettern, die die Welt bedeuten, ist er jedoch nie wirklich warm geworden: "Außerdem hat mich das Theater nie richtig fasziniert. Aus diesem Grund habe ich es relativ leidenschaftslos gespielt. Mich interessierte vielmehr das Kabarett und der Film. Wenn ich heute gefragt werde, ob mir das Theater fehlt, sage ich: Nee. Ich kann damit sehr wenig anfangen."

Seine vielleicht größten Erfolge feierte der Synchronsprecher im Dreigestirn mit seinen Kollegen Michael Bully Herbig (44, '(T)Raumschiff Surprise - Periode 1') und Rick Kavanian (42, 'Keinohrhasen'). In jüngster Zeit scheint sich das Triumvirat jedoch aufgelöst zu haben. "Ja, wir gehen tatsächlich getrennte Wege", bestätigte Tramitz. "Es hat sich ein bisschen auseinander entwickelt. Das liegt auch daran, dass unsere Humorfarbe mit den Jahren auseinander gegangen ist. Wenn Sie mich mit Bully vergleichen: Ich bin eher in die schwarzhumorige Richtung gegangen, unter anderem auch mit 'Tramitz & Friends'."

Trotzdem hat der Komiker über seinen Kollegen nur Gutes zu erzählen: "Bullys größtes Talent ist die Regie. Was das angeht, ist er in Deutschland ganz weit vorne", lobte der Entertainer. Zudem bedeute die derzeitige Pause voneinander kein endgültiges Aus für das Blödel-Trio. Eine erneute Zusammenarbeit sei nicht ausgeschlossen: "Wir treffen uns regelmäßig und sagen oft, dass wir vielleicht irgendwann mal wieder was zusammen machen wollten."

Es gibt sogar schon vage Vorstellungen für ein neues Projekt. "Vielleicht den zweiten Teil von 'Der Schuh des Manitu'. Aber da müssen wir alle richtig alt sein, damit wir nicht mehr aufs Pferd müssen. Das war nicht unser aller Leidenschaft. Das kann ich heute ruhig zugeben", gestand Christian Tramitz lachend.

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