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Buch-Tipps Das lesen die Autoren im Urlaub


Wer auf der Suche nach der richtigen Urlaubslektüre ist, hat die Qual der Wahl. Hier verraten Gaby Hauptmann und Co., was sie lesen.

Für viele bedeutet Urlaub auch die Zeit, sich wieder mal ein gutes Buch zu gönnen. Abseits von E.L. James' neuem Werk "Grey" (Goldmann), das bereits auf Englisch erhältlich und ab Mitte August auch auf Deutsch zu haben ist, bietet der Buchmarkt jede Menge guten Stoff. Tipps für die richtige Strand-Lektüre gibt es hier von beliebten Autorinnen:

Dora Heldt

Ihre Bücher gehören sicher für viele Frauen zur Urlaubslektüre: Bestsellerautorin Dora Heldt (53, "Wind aus West mit starken Böen", dtv) packt selbst unterschiedliche Bücher ein, "weil man ja nicht weiß, was man an welchem Tag für Laune hat": Zum Entspannen wählt sie Graeme Simsion, "Der Rosie-Effekt" (S.Fischer), "da mich der erste Band "Das Rosie-Projekt" so amüsiert hat, in dem ein sehr schräger Held mit Hilfe von Statistik und Fragebogen die Frau fürs Leben sucht". Und, "weil man im Urlaub Zeit und Ruhe hat": Julia Jessen, "Alles wird hell" (Antje Kunstmann), "ein Debüt, in dem man die wunderbare Oda kennenlernt und sie auf eine ganz ungewöhnliche Art durch ihr Leben begleitet. Zum Heulen beeindruckend". Auch ein Krimi muss bei Dora Heldt dabei sein, dieses Mal: Juan Gomez-Jurado, "Zerrissen" (dtv), "ein Buch wie ein Film über einen Neurochirurgen, dessen Tochter entführt wird, damit er einen Patienten, auch noch den amerikanischen Präsidenten, während der OP sterben lässt. Rasant und äußerst spannend". Und ihr letzter Tipp, "mal was ganz anderes, aber höchst amüsant": Christoph Schröder, "Ich pfeife!" (Tropen): "Ein Literaturkritiker, der in seiner Freizeit als Amateurschiedsrichter über die deutschen Fußballplätze rennt und so darüber schreibt, dass man sich am liebsten an den nächsten Dorffußballplatzrand stellen möchte."

Gaby Hauptmann

In ihrem jüngsten Werk "Zeig mir, was Liebe ist" (Piper), schickt Star-Autorin Gaby Hauptmann, 58, ein junges Paar in einem seltenen Oldtimer auf einen aufregenden Trip nach Italien. Und Hauptmann hat auch ein paar Tipps für mehr Lektüre auf Lager: "Rebellen" (KiWi) von Wolfgang Schorlau, "es geht um die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft". Außerdem: "Spinnen füttern" (Piper) von Rawi Hage, "dabei handelt es sich um die Geschichte eines Taxifahrers, der sich auf dem Teppich seines Vaters in die Welt seiner Bücher träumt und mit den Protagonisten Zwiegespräche hält". Die Sprache sei zwischendurch "männlich-deftig", schmunzelt Hauptmann. John Gappers "Die Diagnose" (Piper) hat die Autorin als Hörbuch gehört, und "fand es sehr spannend". Auch "Mein Leben als Pinguin" (Ullstein) von Katarina Mazetti sei "sehr originell. Die Geschichte nimmt einen gut mit auf die Reise - auch im übertragenen Sinn". Sehr geheimnisvoll ist laut Hauptmann "Gräser der Nacht" (Hanser) von Patrick Modiano: "voller Spannung und Sehnsucht".

Steffi von Wolff

Mit "Diese Woche ist nicht mein Tag! Was uns täglich irre macht" (MIRA) bringt Steffi von Wolff, 49, schon bald selbst ein neues Buch raus. Im Urlaub greift die Autorin zu folgenden Werken: "Bald ruhest du auch" (Diana Verlag) von Wiebke Lorenz - "dieser Thriller muss super sein!", "Ein Schatten von Verrat und Liebe" (Blanvalet) von Diana Gabaldon, "die Verfilmung "Outlander" kann ich jedem Fan ans Herz legen" und "Verheißung" (dtv) von Jussi Adler-Olsen. Zudem wird von Wolff im Urlaub an ihrem nächsten Buch weiterschreiben.

Nicola Förg

Nicht nur Island-Fans hat Nicola Förg, 52, mit "Glück ist nichts für Feiglinge" (Piper) schon einen Vorgeschmack auf Urlaub gegeben. Sie selbst nimmt sich einen Öko-Klassiker vor: "Weil mein neuer Krimi sich ja intensiv mit dem ökologischen Wahnsinn der Biogasanlagen und dem Sterben der Arten sowie dem Irrsinn unserer Hocheffizienz-Landwirtschaft beschäftigt, lese ich Rachel Carson: "Der stumme Frühling" (C.H.Beck). Es ist erschütternd, was sie uns Anfang der 60er Jahre schon prophezeit hat und wie wenig der Mensch lernt!" Und Förg hat noch mehr Bücher auf Lager: "Da es wenig große opulente Erzähler gibt, aber eben doch einen, lese ich Jon Kalman Stefanssons "Fische haben keine Beine" (Piper) - natürlich wegen meiner Islandliebe, aber auch, weil er sich das große Fabulieren und die großartige Sprache gönnt." Und wenn der Autorin noch mehr Zeit bliebe, "würde ich endlich Arne Dahls "Hass" (Piper) lesen".

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