Benedikt Blaskovic: So intensiv war der "Traumschiff"-Dreh

Das letzte "Traumschiff" von Wolfgang Rademann sticht in See. Wie intensiv der Dreh nicht nur deshalb war, erzählt Benedikt Blaskovic.

Am 31. Januar jährt sich der Todestag von Star-Produzent Wolfgang Rademann (1934-2016, "Das Traumschiff", "Die Schwarzwaldklinik") zum ersten Mal. Und fast pünktlich zu diesem traurigen Anlass zeigt das ZDF am heutigen Neujahrstag um 20.15 Uhr die letzte "Traumschiff"-Folge, für die der Berliner die Gesamtleitung innehatte. Es geht nach "Kuba" und einer, der diese Reise mitmachte, ist der bayerische Schauspieler Benedikt Blaskovic (*1988, "Die Hebamme"). Im Interview mit spot on news erzählt er, wie er den Dreh erlebt hat.

Wie waren die Dreharbeiten zu "Das Traumschiff - Kuba?

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Benedikt Blaskovic: Es war eine richtige Abenteuerreise mit allem, was dazu gehört. Wir haben so viel von der Welt gesehen, sind im März von Kuba über die Karibik abgefahren und schließlich im April in der Heimat Hamburg angelandet. Auf dieser Reise sind wir alle sehr zusammengewachsen, sodass bei der Verabschiedung sogar bei den härtesten Kerlen Tränen gekullert sind. Es war eine der intensivsten Zeiten, die ich bisher erlebt habe, auch weil wir wochenlang auf engstem Raum zusammenlebten. Insgesamt möchte ich die Zeit nicht missen und ich bin froh, Teil dieser ganz besonderen Folge "Kuba" zu sein - dem letzten "Traumschiff" unter der Legende Wolfgang Rademann [1934-2016], den ich leider nicht mehr kennenlernen durfte.

Wie hat Ihnen Kuba gefallen?

Blaskovic: Auf Kuba an sich hat mir das wunderschöne Dorf Vinales am besten gefallen: Die Natur und die Menschen, die super einfach leben und das Leben offenbar in vollen Zügen genießen können. Davon können wir uns eine Scheibe abschneiden, wir, die wir nie genug vom Materiellen bekommen. Havanna mit seiner Livemusik hat mir als Musiker natürlich ebenfalls extrem gut gefallen. Und auch hier hat mir die Lebensfreude sehr imponiert, obwohl die Armut noch krasser sichtbar war als auf dem Land. Eine andere negative Seite an Havanna: Du musst aufpassen, dass du nicht betrogen wirst. Diese Gefahr lauert an jeder Ecke.

Wo machen Sie privat am liebsten Urlaub?

Blaskovic: In Kroatien - Dalmatien - auf dem Segelboot.

Wo würden Sie gerne mal leben?

Blaskovic: In Kanada und zwar in einer Hütte an einem einsamen Bergsee mit Pferd und Wasserflugzeug.

In welches Zeitalter würden Sie mit einer Zeitmaschine reisen?

Blaskovic: Ins Mittelalter, um dort einmal ein Ehrenritter eines Königreichs zu sein. Außerdem würde es mich interessieren, wie unsere Welt in 100 oder 150 Jahren aussieht.

Heute hat ja immerhin schon mal das Jahr 2017 begonnen. Haben Sie eine bestimmte Tradition in der Zeit des Jahreswechsels?

Blaskovic: Ja. Am Ende eines jeden Jahres setze ich mich zwischen den Jahren hin, schreibe mir das auf, was ich im vergangenen Jahr erreicht habe und male mir Visionen für das nächste Jahr aus. Das war bisher sehr erfolgreich. Ich glaube, dass es wichtig ist, Milestones für sich zu visualisieren und abzustecken. Groß denken ist wichtig, ohne dabei unrealistisch zu werden. Wenn man am Ende nur die Hälfte erreicht, ist das ja schon mal etwas.

Wie sieht Ihre persönliche Bilanz 2016 aus?

Blaskovic: 2016 war ein Jahr, in dem ich unglaublich viel gedreht und mich um meine Produktionsfirma gekümmert habe. Ich habe, unter anderem durch die Kubareise auf dem "Traumschiff", viel von der Welt gesehen, habe unglaublich viele tolle neue Menschen kennengelernt und einige sind mir sehr ans Herz gewachsen. In jedem Jahr gibt es Höhen und Tiefen, aber die sind auch wichtig, sonst wäre das Leben vermutlich nicht das Leben. 2016 hatte alles, was ich wollte.

Was wünschen Sie sich für 2017?

Blaskovic: Das klingt total abgedroschen, aber es gilt in unserer Zeit mehr denn je: Ich wünsche mir, dass sich die Konflikte auf der Welt beruhigen und wir wieder ausgelassen auf die Straße gehen können, ohne all die Ängste, die uns vor allem 2016 bewegt haben. Ich wünsche mir - und jetzt werden vielleicht einige lachen -, dass es so bald keinen dritten Weltkrieg gibt und sich die Menschen wieder mehr auf das besinnen, was am Ende wirklich zählt: Liebe.

Haben Sie gute Vorsätze?

Blaskovic: So etwas habe ich nicht. Ich mache, was mir Spaß macht. Ob das manchmal gut oder schlecht ist, sei mal dahin gestellt, Hauptsache, es macht Spaß (lacht).

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