Atze Schröder: Comedian entschuldigt sich Werbespot

Comedian Atze Schröder entschuldigt sich für den "Gina und Lisa"-Werbespot von Wiesenhof via Facebook. So reagieren die Fans.

Comedian Atze Schröder, eigentlich eine Kunstfigur mit dem fiktiven Alter von inzwischen 50 Jahren, hat sich die Wut vieler TV-Zuschauer und auch seiner Fan-Gemeinde zugezogen. Denn in einem Werbespot für den Geflügelfleisch-Produzenten Wiesenhof vom März 2016 sagt Schröder diesen Satz: "Seid ihr bereit für die größte Wurst des Sommers? Hier ist dat Dingen. Danach müssen Gina und Lisa erst mal in die Trauma-Therapie."

Vor dem Hintergrund der fortlaufenden gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Reality-TV-Darstellerin Gina-Lisa-Lohfink, 29, und zwei Männern, die sie wegen Vergewaltigung angezeigt hatte, lehnen viele Zuschauer den Spot massiv ab. Wiesenhof hat diesen inzwischen gesperrt. Und nun entschuldigt sich auch der Künstler selbst:

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Betty Taube
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©Gala

"Tut mir leid, dass ich so dämlich war"

Via Facebook schrieb er: "Zum Wiesenhof-Spot möchte ich Folgendes sagen: Ich bin absolut und ausnahmslos gegen jede Form sexueller Gewalt. Seit Jahren engagiere ich mich deshalb öffentlich und finanziell für den Verein Roterkeil.net gegen Kinderprostitution", so sein Kommentar.

Darüber hinaus erklärt er, dass der Werbespot vor einem Jahr gedreht worden sei und niemals hätte veröffentlicht werden dürfen. "Schon gar nicht jetzt, wo er einen Bezug herstellt, der ekelhaft ist und so nie gedacht war."

Weil der Spot aber veröffentlicht worden sei, entschuldige sich Atze Schröder dafür: "Wie es so ist im Leben, manchmal denkt man nicht nach und macht eine große Dummheit, die man hinterher bereut. Ich werde umgehend 20.000 Euro an Roterkeil.net spenden und eine Benefiz-Show spielen. Tut mir leid, dass ich so dämlich war. Euer Atze".

So reagieren die Fans auf die Entschuldigung

Verhältnismäßig viele Fans liken seinen Facebook-Post. In den Kommentaren sind allerdings schon mehrheitlich kritische Stimmen zu lesen: "Und trotzdem bleibt es einfach widerlich zu sagen, die große Wurst würde eine Frau zur Trauma-Therapie bringen. Auch ohne personifizierten Zusammenhang", schreibt eine Userin.

Eine andere: "Selbst wenn man von dem Fall (aus dem Jahre 2012 übrigens) nichts wüsste: warum brauchen Gina und Lisa in Ihrem Werbespot denn dann eine Traumatherapie? Was ist daran keine "sexuelle Gewalt"? Selbst mit Mona und Lisa wäre es sexuelle Gewalt, die Sie da verherrlichen."

Doch es gibt auch versöhnliche Kommentare: "Fehler machen ist das Eine. Dazu stehen und Reue zeigen das Andere. Hut ab, Atze", so ein weiterer User.

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