Ariane Friedrich: Gegenwehr war wie ein "Befreiungsschlag"

Hochspringerin Ariane Friedrich sprach erstmals über den Fall von sexueller Belästigung, der letztes Jahr einen Skandal um sie herum ausgelöst hat.

Ariane Friedrich (29) wollte sich gegen die sexuelle Belästigung eines Mannes wehren, um klarzumachen: "Bis hierher und nicht weiter".  

Im letzten Jahr kam es zu einem Skandal um die deutsche Rekordhalterin: Ein Mann hatte ihr ein Foto seines Geschlechtsteils geschickt, woraufhin die Sportlerin seine Identität im Internet preisgab.

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Im 'ZeitMagazin' äußerte sich Friedrich nun erstmals zu dem Vorfall und erklärte ihre Reaktion: "Ich habe solche Sachen jahrelang erdulden müssen, ohne dass ich mich gewehrt habe. Das war für mich ein persönlicher Befreiungsschlag, einfach mal auf den Tisch zu hauen, zu sagen: Bis hierher und nicht weiter."

Nachdem sie den Mann geoutet hatte, setzte ein Sturm der Entrüstung ein; viele Kritiker warfen der Sportlerin vor, vernachlässigt zu haben, dass im deutschen Rechtssystem auch ein mutmaßlicher Täter gewisse Rechte genießt - zum Beispiel das Recht auf Schutz der Privatsphäre. Diese Reaktion habe Friedrich, die hauptberuflich Polizeikommissarin ist, "sprachlos" gemacht: "Ich hatte immer wieder Angst in der Zeit. Ich war fertig, […] und war nach zwei Wochen nervlich völlig am Ende", beschrieb die Thüringerin und betonte, nicht als Polizistin, sondern als Frau gehandelt zu haben: "Ich habe mich in meiner Würde als Frau verletzt gefühlt."  

Im Juli 2012 gestand der Mann, Ariane Friedrich das Bild geschickt zu haben, und bekannte sich damit der sexuellen Belästigung schuldig.

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